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13.04.2011

14:42 Uhr

Heidelberg-Cement

Zementaktie legt kräftig zu

Analysten empfehlen die Aktie - und schon legen die Papiere des Baustoffkonzerns Heidelberg-Cement kräftig zu. Die Aussichten seien positiv, begründeten die Experten ihre Entscheidung. Das hat auch mit dem Erdbeben in Japan zu tun.

Analystenlob lässt die Aktie von Heidelsberg-Cement steigen. Quelle: ap

Analystenlob lässt die Aktie von Heidelsberg-Cement steigen.

Frankfurt/DüsseldorfDie Aktie von Heidelberg-Cement gewann vier Prozent und lag zeitweise bei 50,38 Euro. Anleger flogen folgten damit dem Lob und der Empfehlung von Analysten der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas.

Die Analysten hatten Heidelberg-Cement hochgestuft - von "Neutral" auf "Outperform". Das Kursziel hoben sie von 50 auf 60,50 Euro an. Schnell ging es für die Papiere des süddeutschen Zementherstellers an die Spitze des deutschen Leitindex. Auch den Baustoffsektor insgesamt stufte die französische Investmentbank auf "Outperform" hoch.

Die Exane-Analysten begründeten ihre Hochstufung laut Händlern mit den positiven Aussichten für Heidelberg-Cement. In verschiedenen wichtigen Zementmärkten wie Indien, Italien, Türkei und Großbritannien zögen die Preise an, schrieb Analyst Paul Roger in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Zudem plane die Branche Preiserhöhungen in weiteren Ländern wie den USA, Deutschland, Mexiko und Australien.

Heidelberg-Cement ist einer der wichtigsten Produzenten von Zement, Beton und Baustoffen. Das weltweit drittgrößte Baustoffunternehmen bleibt nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr weiter auf Erholungskurs und erwartet für das laufende Jahr eine weitere Umsatzsteigerung. In diesem Jahr profitieren die Heidelberger vor allem von der Nachfrage in den Schwellenländern und dem frühen Ende des Winters in Europa.

Der weltweit drittgrößte Baustoffhersteller kann außerdem auf bessere Geschäfte in Asien hoffen. Wenn Japan für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben seinen Export an Zement stoppen und künftig zum Importeur werden sollte, dürfte das in der Pazifik-Region - bis hinüber nach Kalifornien - zur Verknappung von Zement und Klinkern und zu steigenden Preisen führen. Insbesondere die Chancen der großen indonesischen Heidelberg-Cement-Tochter Indocement könnten sich verbessern.

Insgesamt empfehlen Analysten die Aktie mit großer Mehrheit zum Kauf, nur wenige stufen die Papiere mit "neutral" ein. Allerdings hat die Aktie auch noch etwas gutzumachen. Der Kurs hatte sich seit Jahresanfang kaum bewegt.

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