Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2005

10:30 Uhr

Aktien

Herabstufungen und Vetriebsrechte-Rückkauf belasten Bayer

Herabstufungen durch Analysten sowie der Rückkauf von Vertriebsrechten für das Potenzmittel Levitra haben am Montag die Aktien von Bayer belastet. Die Bayer-Aktien verloren gegen 10.15 Uhr 0,21 Prozent auf 24,00 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Herabstufungen durch Analysten sowie der Rückkauf von Vertriebsrechten für das Potenzmittel Levitra haben am Montag die Aktien von Bayer belastet. Die Bayer-Aktien verloren gegen 10.15 Uhr 0,21 Prozent auf 24,00 Euro. Der Dax fiel nach anfänglichen Gewinnen um 0,20 Prozent auf 4 307,67 Punkte. Merrill Lynch hatte am Montagmorgen die Bayer-Papiere von "Neutral" auf "Sell" herabgestuft.

Bayer hat die Vertriebsrechte für Levitra in bestimmten Märkten außerhalb der USA vom britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline (GSK) für 208 Mill. Euro zurückerworben. "Damit wird es für Bayer sehr schwierig, denn das Unternehmen muss Levitra nun allein vermarkten", sagte Analystin Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). GSK sei ein starker Vertriebspartner mit einer großen "Marketingpower". Außerdem sei das Marktwachstum von Levitra hinter den Markterwartungen zurückgeblieben, betonte Stegemann weiter. Levitra gewinne auf dem umkämpften Markt mit Konkurrenten wie Pfizer ("Viagra") nur langsam Marktanteile.

Die LRP stufte am Montag Bayer bei einem Kursziel (Ende 2005) von 27 Euro von "Outperformer" auf "Marketperformer" ab. "Bei Bayer existieren in letzter Zeit eine Vielzahl von Belastungsfaktoren", hieß es. Dazu zählten eine getrübte Gewinnerwartung im vierten Quartal 2004 des US-Konkurrenten Eastman, negative Analystenstimmen, der näher rückende Börsengang von Lanxess und Gerüchte, dass sich Bayer für die OTC-Sparte von Bristol-Myers interessiere. Zudem sei Ende Dezember die Einstellung der Entwicklung des Wirkstoffs Repinotan in der schwachen Pharma-Pipeline bekannt gegeben worden.

Ein Händler in Düsseldorf begründete den Kursrückgang von Bayer mit der Herabstufung durch Merrill Lynch und dem Rückkauf von Levitra-Vertriebsrechten. Die Ankündigung, dass durch den Rückkauf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im ersten Quartal 2005 mit 118 Mill. Euro negativ beeinflusst wird, belaste den Kurs.

DrKW hob dagegen hervor, dass der Rückkauf relativ wertneutral sei. Obwohl einige die Transaktion als Zeichen eines niedrigeren Vertrauens von GSK in das Produkt werten könnten, sei nicht damit zu rechnen, dass viele Investoren ihre Gewinnerwartungen signifikant verändern werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×