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13.03.2014

14:47 Uhr

Höhere Dividende

Lufthansa-Aktie schießt nach oben

Eine Erhöhung hatten alle erwartet – aber nicht in dem Umfang. Die Anleger wurden vom Dividenden-Vorschlägen der Lufthansa positiv überrascht. Mit dem Aktienkurs geht es steil nach oben.

Zum Börsenstart 1997 platzierte die Lufthansa neben Aktien auch ein Flugzeugleitwerk an der Frankfurter Börse. ap

Zum Börsenstart 1997 platzierte die Lufthansa neben Aktien auch ein Flugzeugleitwerk an der Frankfurter Börse.

FrankfurtGute Geschäftszahlen haben die Aktien der Lufthansa am Donnerstag auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren katapultiert. Der Kurs kletterte um sieben Prozent auf 19,17 Euro – damit waren sie so teuer wie seit November 2007 nicht mehr..

Besonders der Dividendenvorschlag von 45 Cent je Aktie begeisterte die Anleger. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich 16 Cent erwartet. Damit ist die Ausschüttung fast dreimal so hoch wie von Analysten erwartet. Die letzte Dividende – für 2011 – lag bei 25 Cent pro Aktie.

„Wir haben bei der Sanierung Erfolge eingefahren“, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz. Getragen ist die Trendwende vom Kerngeschäft. Die Lufthansa und der Billigableger Germanwings fuhren zusammen 265 Millionen Euro operativen Gewinn ein, nach mageren 15 Millionen im Jahr davor. Und die Tochter Austrian Airlines schrieb erstmals nach schwieriger Sanierung aus eigener Kraft schwarze Zahlen. Ausgezahlt haben sich der strikte Sparkurs und der Einsatz von größeren Flugzeugen. Die Kosten des Flugbetriebs der Lufthansa-Airlines, zu denen noch die Swiss gehört, konnten damit 2013 um vier Prozent gedrückt werden. Auch die Technik-Sparte, die Flugzeuge wartet und umbaut, erzielte wesentlich mehr Gewinn.

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Der Sparkurs sorgt aber für Unruhe im Konzern: Die Mitarbeiter stemmen sich seit längerem dagegen, weil die Führung 3500 Jobs streicht. Streiks bei der Airline sind deshalb häufig.

Und die Ausgaben für die vor zwei Jahren eingeläutete Sanierung haben auch eine Schattenseite in der Konzernbilanz. Der operative Konzerngewinn sank um 17 Prozent auf 697 Millionen Euro. Hier belasteten Umbaukosten – in erster Linie für Abfindungen - von 245 Millionen Euro sowie Ausgaben für neue Projekte wie die Runderneuerung der Business Class, die insgesamt nochmals mit 100 Millionen Euro zu Buche schlugen. Unter dem Strich ging der Überschuss um 75 Prozent auf 313 Millionen Euro zurück. Allerdings hatte die Lufthansa 2012 hohe Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmensteilen verbuchen können, was den Gewinn damals aufblähte.

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