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17.02.2011

09:04 Uhr

Hohe Nachfrage

Lexmark im Aufwind

VonAnette Kiefer

Der US-Konzern Lexmark profitiert von der starken Nachfrage nach Laserdruckern - den Prognosen über papierlose Büros zum Trotz. Denn Lexmark geht mit der Zeit. Analysten rechnen daher mit Kursgewinnen.

Lexmarks Laserdrucker finden starken Absatz. Quelle: picture-alliance/ obsLexmark_Deutschland_GmbH

Lexmarks Laserdrucker finden starken Absatz.

StuttgartKaum ein Büro kommt noch ohne Smartphones, Laptop oder iPad aus, und die Werbebranche prognostiziert schon seit Jahren das papierlose Büro. Trotzdem steigen derzeit die Verkaufszahlen für Laser- und Tintenstrahldrucker: Elf Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresquartal erzielte der US-Konzern Lexmark im kürzlich abgelaufenen Quartal. „Die Leute wollen ihre digitalen Dokumente weiterhin ausdrucken“, sagt Lexmark-Chef Paul Rooke.

Aufgrund der guten Zahlen vermuten die Experten, dass Lexmark seinen Konkurrenten Xerox, Canon und Hewlett-Packard einige Marktanteile weggeschnappt hat. Nach der Vorlage der Bilanz kletterte der Aktienkurs so rasant wie seit 2009 nicht mehr und notiert jetzt bei fast 40 Dollar. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Kursplus von rund acht Prozent auf Sicht von zwölf Monaten. Sie zeigen sich beeindruckt davon, dass Lexmark im Gesamtjahr 2010 seinen Bargeldbestand um mehr als 500 Millionen Dollar aufstocken konnte. „Jeder einzelne Unternehmensbereich steht im Moment gut da“, sagte Henry Schacht von Schacht Value Investors der Agentur Reuters. Auch Analystin Ananda Baruah von Brean Murray Carret lobt: „Die Sparten, die sich am stärksten präsentieren, sind genau diejenigen, die man sich als Investor stark wünscht.“

Aktienentwicklung bei Lexmark.

Aktienentwicklung bei Lexmark.

Besonders gut läuft das Geschäft mit Laserdruckern und Zubehör. Viele Unternehmen geben nach der Flaute während der Wirtschaftskrise wieder mehr Geld aus, um ihre Ausstattung auf den neuesten Stand zu bringen, sagt Lexmark-Chef Paul Rooke. „In diesem Bereich haben wir starke Zuwachsraten, und das ist wichtig, weil wir hier drei Viertel unseres Umsatzes erzielen.“ Ein weiterer Pluspunkt des Geschäfts mit Laserdruckern seien die höheren Margen, die für Lexmark bei Geschäftskunden und Dienstleistungen in diesem Bereich übrig bleiben.

In den kommenden Quartalen will Lexmark andere Bereiche verstärken. So etwa seine Softwaresparte, für die der Konzern im Mai für 280 Millionen Dollar den Konkurrenten Perceptive Software aufkaufte. Perceptive hat sich auf Computerprogramme spezialisiert, mit denen sich Dokumente scannen und elektronisch verbreiten lassen – und steuerte im jüngsten Quartal bereits zwei Prozent des gesamten Unternehmensumsatzes bei. Insgesamt wuchs der Umsatz in der Softwaresparte in nur drei Monaten um fast 50 Prozent. Rooke hat bereits weitere Übernahmen als „absolut zentral“ für Lexmark angekündigt, ohne allerdings dabei ins Detail zu gehen. Analysten befürworten diese Entscheidung – wie etwa Sean Williams von Online-Börsenportal Motley Fool: „Die Technik bewegt sich nun einmal weiterhin in Richtung digitaler Bilder, deshalb tut Lexmark gut daran, sich hier weiter anzupassen.“


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