Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2005

13:01 Uhr

Hoher Kurs bremst die Euphorie

Analysten loben Geschäftsmodell der GfK

VonKathrin Meyer (Handelsblatt)

Wer Mitte letzten Jahres auf die zahlreichen Kaufempfehlungen für Aktien der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gehört hat, kann sich heute glücklich schätzen. Seit August 2004 kletterte der Kurs des Nürnberger Marktforschungsunternehmens um fast 50 Prozent auf über 29 Euro. Durch Zukäufe und organisches Wachstum hat sich die GfK eine Datenbasis geschaffen, mit der sie Kunden weltweit Zahlen auch zu Nischenmärkten liefert.

HB DÜSSELDORF. Unternehmenzuskäufe erweisen sich nach wie vor als Erfolgsgarant für die GfK und deren Aktionäre. Die Liste der konsolidierten Unternehmen beläuft sich inzwischen auf über 100 weltweit. Jüngstes Beispiel ist die Übernahme der Düsseldorfer Beyen GmbH, die Preisforschung bei Elektronikprodukten betreibt. Beyen soll in eine GfK-Tochter integriert werden, die in 18 Ländern Daten zu Preisen und Regalplatzierungen von Elektrogeräten erhebt.

Die bisherigen Jahresergebnisse bestätigen die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, dessen berühmtestes Aushängeschild der GfK-Konsumklimaindex ist, der monatlich für verschiedene Staaten veröffentlicht wird. Im Vergleich zum Ergebnis 1999 weisen die fränkischen Datensammler ein Gewinnwachstum vor Beteiligungen von rund 50 Prozent aus.

Peter-Thilo Hasler, Analyst der HypoVereinsbank, sieht für die GfK-Aktie noch Potenzial und bestätigt nach der Beyen-Übernahme das Anlageurteil „outperform“, d.h. er erwartet weiter eine überdurchschnittliche Erwartung der Aktie. Als Kursziel nennt er 32 Euro, das wäre ein Plus von rund zehn Prozent.

„Im Vergleich zu Mitbewerbern hat die GfK-Aktie Aufholbedarf“, sagt auch Iris Schäfer von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Für 2005 rechnet die Analystin mit einer Geschäftsentwicklung oberhalb des Branchenwachstums von vier bis fünf Prozent. Derzeit ist die GfK nach Umsatz hinter dem niederländischen VNU- Nielsen-Konzern und mehreren britischen Anbietern die Nummer fünf weltweit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×