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28.09.2015

15:03 Uhr

Holpriger Börsenstart

Investoren interessieren sich für VW – nicht für Schaeffler

Der Börsengang des Automobilzulieferers Schaeffler gerät wegen des VW-Skandals ins Wanken. Die Bekanntgabe der Preisspanne für die Aktien soll verschoben werden. Investoren haben Fragen zu Schaefflers wichtigstem Kunden.

Eignerin Maria-Elisabeth Schaeffler muss das Unternehmen mitten im wohl stärksten Börsensturm des Jahres aufs Parkett bringen. Reuters

Schaeffler

Eignerin Maria-Elisabeth Schaeffler muss das Unternehmen mitten im wohl stärksten Börsensturm des Jahres aufs Parkett bringen.

Der an die Börse strebende Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschiebt Insidern zufolge die Bekanntgabe seiner Preisspanne um einige Tage. Die Spanne, zu der die Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden, solle erst in der zweiten Wochenhälfte veröffentlicht werden, sagten Insider am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich sollte die Preisspanne zu Wochenbeginn festgezurrt werden.

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Der Skandal um zu hohe Abgaswerte bei VW-Dieselmotoren hat längst die gesamte Autobranche erfasst. Auch die Aktien der deutschen Autozulieferer leiden mit. Wen es besonders hart trifft.

„Wir haben vergangene Woche zwei Tage verloren, weil Investoren nur Fragen zur VW -Affäre stellten”, sagte eine mit dem Börsengang vertraute Person. Volkswagen ist ein wichtiger Kunde von Schaeffler. Zudem seien die volatilen Märkte nicht gerade hilfreich. Der Dax hat im Zuge des VW-Abgasskandals in der vergangenen Woche mehr als zwei Prozent verloren.

Das fränkische Familienunternehmen Schaeffler, das auch Großaktionär beim Autozulieferer Continental ist, will am 5. Oktober sein Debüt am Frankfurter Aktienmarkt feiern. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise versuchte Schaeffler Continental zu schlucken – und scheiterte. Das kam dem Familienunternehmen teuer zu stehen. Die Schulden, die aus dem gescheiterten Übernahmeversuch entstanden sind, sollen nun auch über den Gang aufs Parkett reduziert werden.

Mit dem Börsengang hat es Schaeffler ziemlich eilig. Start des Bookbuilding – dem offiziellen Sammeln von Kaufinteressenten – war offiziell der 28. September. Das Unternehmen musste unter anderem wegen der unsicheren Lage in China seinen Ausblick für das Gesamtjahr leicht zurücknehmen. „Timing ist immer eine kunstvolle Frage. Wir sind der Meinung, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt ist.“

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Notiert werden sollen die Schaeffler-Aktien am regulierten Markt in Frankfurt. Konzernchef Klaus Rosenfeld stellt den Anlegern eine Dividende in Höhe von 25 bis 35 Prozent des Jahresüberschusses in Aussicht. Mit dem Erlös soll vor allem der Schuldenberg reduziert werden. Privatanleger werden wohl keinen leichten Zugang zur Aktie haben. Rosenfeld will eine „Privatplatzierung ohne öffentliches Angebot” durchziehen. Dabei können Privatanleger erst nach dem Börsengang einsteigen.

Von

rtr

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