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06.10.2012

10:44 Uhr

Home Depot

Anleger feiern den China-Rückzug

VonAnette Kiefer

Die US-Baumarktkette Home Depot zieht sich vom chinesischen Markt zurück. Das wird an der Börse gefeiert. Das Unternehmen ist an der chinesischen Mentalität und mangelnder Flexibilität gescheitert.

Home Depot präsentierte sich in China zu unflexibel. Reuters

Home Depot präsentierte sich in China zu unflexibel.

DortmundKapitulation oder Erleichterung? Seit die US-Baumarktkette Home Depot Mitte September bekanntgab, man werde sich aus China zurückziehen, klettert der Aktienkurs auf ein Fünfjahreshoch. Erst vor wenigen Tagen knackte er erstmals die 60-Dollar-Marke und hat sich inzwischen bei rund 59 Dollar eingependelt - damit haben Home-Depot-Anleger seit Jahresbeginn einen satten Gewinn von fast 50 Prozent erzielt.

Die Analysten rechnen damit, dass der Kurs dennoch leichtes Aufwärtspotenzial besitzt. Dabei hat Home Depot, die größte Heimwerker-Kette der USA, soeben eine Investition von 160 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. Auf dem chinesischen Markt, auf dem schon so mancher westlicher Unternehmenskonzern ohne Erfolg agierte, wird es schon bald keine große Home-Depot-Filiale mehr geben.

Morgan Stanley Empfehlungen - Konsumaktien

Flop 1

Unilever

Unilever ist einer der weltweit größten Anbieter von Markenartikeln im Bereich Kosmetik und Körperpflege. Der wesentliche Teil des Unilever-Geschäftes besteht aus der Herstellung und dem Vertrieb von täglich gebrauchten Markenartikeln.

Flop 2

Beiersdorf AG

Die Beiersdorf AG ist ein international führendes Markenartikel-Unternehmen. Zu den Schwerpunkten zählen der Vertrieb von Kosmetikartikeln, sowie die Herstellung von Klebebändern.

Flop 3

L'Oreal SA

L'Oreal S.A ist eines der weltweit führenden Kosmetikunternehmen. Zu dem französischen Konzern gehören insgesamt 27 internationale Marken.

Flop 4

DE Master Blenders 1753

De Master Blenders 1753 ist ein international tätiges Kaffee- und Teeunternehmen. Die Produktpalette beinhaltet mehr als 30 Marken.

Top 1

Oriflame Cosmetics SA

Der schwedische Großkonzern Oriflame ist ein Anbieter von hochwertigen Hautpflege- und Kosmetikprodukten. Die Gesellschaft zählt mit einer Palette von über 1000 Schönheitsprodukten zu den weltweit größten Kosmetikunternehmen.

Top 2

Imperial Tobacco Group Plc

Die Imperial Tobacco Group ist ein international agierendes Tabakunternehmen. Die Gruppe ist weltweit in über 160 Länder mit Marken wie Davidoff, Gauloises Blondes und West vertreten.

Top 3

Pernod Ricard SA

Die Unternehmensgruppe Pernod Ricard ist ein internationaler Spirituosen- und Weinanbieter. Mit Produktionsstätten und Niederlassungen in über 70 Ländern ist der Konzern international präsent.

Top 4

Diageo Plc

Das Großunternehmen Diageo ist einer der weltweit führenden Getränkeanbieter. Zu seinen bekanntesten Marken zählen Spirituosen wie Johnnie Walker und Guinness.

Alle sieben sogenannten Big-Box-Ladengeschäfte will Home Depot schließen und 850 Mitarbeiter entlassen, heißt es. Lediglich zwei kleine Läden für Spezialprodukte sollen beibehalten werden. Letztlich sei Home Depot an der chinesischen Mentalität gescheitert, sagte Home-Depot-Chef Frank Blake - da die Handwerkerlöhne im Land so niedrig seien, habe „Do It yourself“ keine Chance.

Analysten halten auch die unflexible Expansionsstrategie für einen Grund. „In einem Land, wo die Straßen überfüllt sind und die privaten Lebensräume klein, passt ein gigantischer Baumarkt einfach nicht ins Bild“, sagt Analyst Greg Bartlett vom Online-Börsendienst Motley Fool. „Weniger Produkte zu verkaufen in einem kleineren Laden, hätte mehr Erfolg versprochen.“

Zudem sind in den vergangenen Jahren so viele westliche Unternehmen auf den chinesischen Markt geströmt, dass der Konkurrenzdruck stark gestiegen ist. Das habe „das Gewinnpotenzial jeder einzelnen Firma stark verwässert“, sagt Analyst Torsten Stocker vom Marktberater Monitor Group.

Kommentare (1)

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DJHLS

08.10.2012, 18:13 Uhr

Ich finde es durchaus gut, dass das Handelsblatt seine Praktikanten nicht nur Agenturmeldungen paraphrasieren läßt und sie stattdessen dazu ermutigt, auch Anlegerforen wie Motley Fool oder Zacks auszuwerten.

Gleichzeitig finde ich es unfair, Praktikanten dann ihre Artikel veröfentlichen zu lassen, ohne dass jemand gegenliest.

Es ist schwer, einen Artikel ernst zu nehmen, in dem von "Unternehmenskonzernen" die Rede ist und von einer "Kapitalrendite" geschrieben wird (gemeint ist Eigenkapitalrendite?)

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