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09.07.2013

10:43 Uhr

HSBC und UBS

Analysten sorgen für Kurssprung bei Osram

Nur einen Tag nach ihrem Börsendebut verbucht die Osram-Aktie einen deutlichen Kurssprung. Zuvor hatten Analysten von UBS und HSBC ihre Kursziele für die Papiere des Leuchtmittelherstellers erhöht.

Neuling mit Potenzial: Am zweiten Börsentag klettert die Osram-Aktie deutlich nach oben. dpa

Neuling mit Potenzial: Am zweiten Börsentag klettert die Osram-Aktie deutlich nach oben.

Zürich/FrankfurtNach positiven Analystenkommentaren haben Osram am Dienstag einen deutlichen Kurssprung verbucht. Die Aktien des Börsenneulings schossen daraufhin um 11,4 Prozent auf 26,26 Euro in die Höhe.

Die Schweizer Großbank UBS nahm Osram mit „Buy“ und einem Kursziel von 38,00 Euro in die Bewertung aufgenommen. Entscheidend für eine Neubewertung des am Montag an die Börsen gebrachten Lichtspezialisten seien wohl eine erfolgreiche Restrukturierung und eine Rückkehr zum Wachstum in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres, schrieb Analyst Fredric Stahl in einer Studie vom Dienstag. Er traue der bisherigen Siemens-Sparte beides zu und sehe ein attraktives Risiko-Gewinn-Verhältnis bei der Aktie, die vom Schlusskurs am Montag rund 60 Prozent Aufwärtspotenzial zum Kursziel habe.

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Auch aus Sicht der HSBC-Analysten ist der Leuchtmittelhersteller nun fit für die Zukunft. Sie nahmen die Titel mit „Overweight“ und einem Kursziel von 34 Euro auf.

Zum Start auf dem Parkett schlug sich der Lichtspezialist am Montag tapfer. Am Abend gingen die Papiere mit 23,80 Euro aus dem Handel und notierten damit nicht weit unter dem Startkurs von 24,00 Euro. Wo die Reise hingeht, dürfte sich aber ohnehin erst in den kommenden Tagen und Wochen zeigen.

Nach eintägigem Gastspiel im Deutschen Aktienindex Dax mussten die Osram-Papiere wieder aus der ersten Börsen-Liga weichen. Weil beispielsweise Fonds, die nur in Dax-Titel investieren dürfen, die Papiere des Lichtkonzerns dann wieder abgeben, war mit fallenden Kursen gerechnet worden.

Schon jetzt durchläuft der Lichtspezialist ein hartes Sparprogramm: Weltweit werden Standorte dichtgemacht oder verkauft. In Deutschland fällt mehr als jede zehnte Stelle weg, weltweit sind es rund 8000. Auf der anderen Seite investiert Osram in die Entwicklung und Produktion von Lampen auf Basis von Leuchtdioden (LED), die klassische Glühbirne hat ausgedient.

Der Lichtmarkt steckt mitten im tiefgreifenden Umbruch. Etablierte Anbieter wie Osram, Philips oder General Electric (GE) liefern sich mit neuen Wettbewerbern aus Asien einen Kampf um die Rangordnung. Dafür geben sie viele Millionen aus, die Siemens ungern selber stemmen wollte.

Kommentare (3)

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09.07.2013, 10:57 Uhr

Wenn irgendein Anleger auch nur einen Funken Verstand hat, dann muss er sich fragen, aus welchem Grund Siemens Osram denn praktisch an die Aktionäre verschenkt, wenn die Prognosen tatsächlich so rosig sind !

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09.07.2013, 12:21 Uhr

Damit Siemens mit dem Erlös kranke Unternehmen in Übersee aufkaufen kann, und nach 2 Jahren mit saftiger Draufzahlung verschenkt.

Auf die Weise wurden wir in den letzten Jahren um 600 Milliarden Euro geplündert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/statt-geldvernichtung-im-ausland-geschenke-fuer-die-bundesbuerger-a-907845.html

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09.07.2013, 13:44 Uhr

Gehen Sie niemals davon aus, dass die Manager sehr klug sind, und immer ihre gesunden Menschenverstand einsetzen. Manager in hohen Posten wird man durch Intrigen, nicht durch kluges handeln. Völlig einverstanden bin ich mit Gurkenmurkser zu diesem Thema.
Muss dazu sagen, dass ich die Bilanzen von Osram nicht kenne. Grundsätzlich gilt: IPO´s sind immer überteurte Angebote. Besonders wenn Analysten so einstimmig positive Bewertungen abgeben, und die Medien es richtig plakativ propagieren. Mit Infineon war das damals genauso. Erst war Infineon der große Star, dann kam die Wahrheit ans Licht und viele Privatinvestoren verloren alles.

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