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11.01.2005

11:25 Uhr

Aktien

Infineon fallen ans Dax-Ende - AMD, STM und Finisar belasten

Infineon sind am Dienstag wegen angesichts einiger negativ aufgenommener Nachrichten unter Druck geraten. Die Aktien des Halbleiterherstellers verloren gegen 11.00 Uhr als schwächster Dax-Wert 2,39 Prozent auf 7,77 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Infineon sind am Dienstag wegen angesichts einiger negativ aufgenommener Nachrichten unter Druck geraten. Die Aktien des Halbleiterherstellers verloren gegen 11.00 Uhr als schwächster Dax-Wert 2,39 Prozent auf 7,77 Euro. Zugleich sank der Dax um 0,73 Prozent auf 4 276,04 Punkte. AMD und Stmicroelectronics hatten am Vorabend mit einer schwächer als erwarteten Ergebnisentwicklung enttäuscht und auch der überraschend geplatzte Verkauf der Glasfasersparte belastet Händlern zufolge den Kurs. Vor den am Abend erwarteten Quartalszahlen von Intel herrsche zudem Zurückhaltung.

"Das Platzen des Verkaufs an Finisar belastet, weil Infineon jetzt einen neuen Käufer für die Sparte suchen muss oder aber ihn selbst restrukturiert", sagte Technologie-Analyst Theo Kitz von Merck Finck. Beide Optionen seien erst einmal nicht positiv zu bewerten. Wenig überraschend fand der Experte, dass die Nachricht zusammen mit dem enttäuschenden Geschäftsverlauf bei AMD und Stmicro nicht für ein stärkeres Kursminus sorgte. "Der Nachrichtenfluss ist seit längerem schlecht und belastet deshalb die Aktie heute nicht noch stärker."

Ein Aktienhändler einer Frankfurter Großbank berichtete von Kaufinteresse. Die Aktie sei am Morgen bei 7,70 zu 7,80 Euro notiert wurden, nachdem eine Reihe von Käufern Interesse gezeigt hatten. Vor der Bilanzvorlage seien in den USA die Intel-Aktie nachbörslich bei hohen Umsätzen um vier Cent gestiegen. "Die Anleger gehen ihr Investment selektiv an und weigern sich noch, den gesamten Sektor abzustrafen."

Der Münchener Konzern hatte den Vertrag mit Finisar über den Verkauf der Glasfaseraktivitäten gekündigt. Infineon begründete den Schritt mit Verzögerungen und Zweifeln, ob der Verkauf erfolgreich abgewickelt werden könne. Die französisch-italienische Stmicroelectronics hatte vorläufige Quartalszahlen vorgelegt. Im vierten Quartal verfehlte der Chiphersteller dabei seine eigene Margen-Prognose. Zudem hatte AMD für das vierte Quartal einen leichten Umsatzanstieg angekündigt - damit wird der weltweit zweitgrößte Chiphersteller wohl die Umsatzprognose der meisten Analysten verfehlen. Am Abend werden die Richtung weisenden Quartalszahlen des Marktführers Intel erwartet.

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