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25.01.2005

10:05 Uhr

Aktien

Infineon nach Teilverkauf des Glasfasergeschäfts mit Verlusten

Die Infineon-Aktien haben am Dienstagmorgen nicht vom überraschenden Teilverkauf des Glasfasergeschäfts an das US-Unternehmen Finisar profitiert und sind ins Minus gerutscht.

dpa-afx FRANKFURT. Die Infineon-Aktien haben am Dienstagmorgen nicht vom überraschenden Teilverkauf des Glasfasergeschäfts an das US-Unternehmen Finisar profitiert und sind ins Minus gerutscht. Bis 9.45 Uhr verloren die Infineon-Papiere 1,00 Prozent auf 6,93 Euro, während der Dax um 0,08 Prozent auf 4 205,00 Punkte zulegte.

Ein Analyst sagte in einer ersten Einschätzung: "Infineon ist damit zumindest einen Teil des Problems los." Nun stiegen die Chancen für das Münchener Unternehmen, im Gesamtjahr schwarze Zahlen zu schreiben, denn es fielen weniger Restrukturierungskosten an. Den Kaufpreis wollte der Experte nicht bewerten, da noch zu wenig Informationen vorlägen. Dass Infineon lediglich Vermögenswerte seines Glasfaser-Geschäfts an Finisar überträgt und Finisar keine Infineon-Mitarbeiter übernimmt, wertete er als negativ für Infineon. Infineon müsse nun - drastisch gesagt - die Mitarbeiter "los werden".

Analyst Theo Kitz von der Münchener Privatbank Merck Finck schätzt den Verkauf bei Infineon in einer ersten Reaktion 'positiv' ein. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, kommentierte er. Kitz zeigte sich überrascht, weil das Unternehmen noch am Vortag erklärt hatte, man stehe vor Verhandlungen mit den Gewerkschaften, da der Verbleib des Glasfasergeschäfts erhebliche Restrukturierungskosten auslöse.

"Der Preis ist auf den ersten Blick nicht besonders hoch", sagte zudem ein Händler. Entscheidend sei aber, dass das Glasfasergeschäft jetzt doch zum Teil verkauft werde.

Der Halbleiter-Hersteller Infineon überraschte am Tag der Hauptversammlung mit der Ankündigung, für knapp 50 Mill. Dollar nun doch Teile seines Glasfaser-Geschäfts an Finisar zu verkaufen. Allerdings seien nur Vermögenswerte übertragen worden. Erst am 11. Januar hatte Infineon gemeldet, der Verkauf des Glasfaser-Geschäfts an die US-Firma sei geplatzt.

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