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13.09.2011

15:50 Uhr

Insider-Barometer

Der Kaufrausch der Insider ist vorbei

VonChristian Schnell

Die ersten Wochen der Kursturbulenzen nutzten Topmanager, um sich bei deutlich reduzierten Kursen mit Aktien des eigenen Unternehmens einzudecken. Inzwischen gehen sie bei Käufen nur noch sehr selektiv vor.

Er hat gekauft: Hartmut Mehdorn, einst Bahnchef, hat kurz nach seinem Einstieg als neuer Chef gleich Aktien von Air Berlin geordert. dapd

Er hat gekauft: Hartmut Mehdorn, einst Bahnchef, hat kurz nach seinem Einstieg als neuer Chef gleich Aktien von Air Berlin geordert.

FrankfurtDie Zahlenreihe gleicht beinahe der berühmten Glockenkurve des Mathematikers Carl Friedrich Gauß: 29, 81, 133, 123, 84, 43. Auch wenn sie damit wenig zu tun hat. Es ist die Anzahl der Insiderkäufe von Vorständen, Aufsichtsräten und deren Angehörigen in den vergangenen sechs Wochen.

Ende Juli sackten die Kurse an den Aktienbörsen weltweit erstmals nach unten. Schlagartig haben das die Topmanager in den ersten drei August-Wochen ausgenutzt, um sich bei deutlich reduzierten Kursen mit Aktien des eigenen Unternehmens einzudecken. Zehn von 30 Dax-Konzernen meldeten Käufe.

"In den vergangenen beiden Wochen sind die Vorstände dann selektiver in ihren Käufen vorgegangen", sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) in Aachen. Gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management wertet das Institut alle zwei Wochen exklusiv für das Handelsblatt die Kauf- und Verkaufsorders der Topmanager aus, die diese innerhalb von fünf Handelstagen an die Börsenaufsicht Bafin melden müssen.
Die Aussage aus den so turbulenten sechs Wochen an den Finanzmärkten ist eindeutig: Wenn sich in den Augen der Topmanager Gelegenheiten geboten haben, dann schlugen sie sofort zu. Dabei spielte es auch keine Rolle, dass diese Chancen sich mitten in der Urlaubszeit ergeben haben.

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