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01.02.2010

08:34 Uhr

Insider-Barometer

Insider warten auf 5 200 Punkte im Dax

VonChristian Schnell

Die Konsolidierung an den Aktienmärkten seit Jahresbeginn geht Deutschlands Top- Managern noch nicht weit genug. Ein Dax-Minus von fünf Prozent im Januar reicht ihnen nicht aus, um die Aktien ihres Unternehmens als attraktiv zu betrachten. Entsprechend wenige Kauforders gab es in den vergangenen beiden Wochen.

Quelle: Handelsblatt

FRANKFURT. Aber auch verkauft wurde nur wenig, was für eine gewisse Gelassenheit gegenüber den Verlusten spricht. Von den 160 Unternehmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax wurden nur drei Insiderkäufe und zwei Insiderverkäufe andie Börsenaufsicht BaFin gemeldet.

„Erst bei einem Kursrückgang bis auf etwa 5 200 Punkte beim Dax dürfte wohl wieder eine verstärkte Kaufneigung aufkommen“, tippt Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance. Bis dahin verharrt das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der Uni Aachen gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management berechnet, weiter nahezu unverändert zur vorherigen Erhebung bei 86 Punkten.

Als Signal für den Markt geht damit eher ein weiterer Rückgang der Kurse aus. Privatanleger, die daraus ihre Schlüsse ziehen, sollten deswegen tendenziell eher verkaufen als kaufen. Nordex-Manager zeigt perfektes Timing für Aktienverkauf Die auffälligste Order der vergangenen beiden Wochen kam deshalb auch vonVerkaufsseite. Beim Windkraftanlagenbauer Nordex hat sich die einem Top-Manager nahe stehende Beteiligungsgesellschaft CJ Holding von Aktien im Wert von knapp 1,3 Mio. Euro getrennt. Interessant dabei ist das Timing. Mitte Januar hat diese für das Paket von insgesamt 115800 Aktien noch einen Preis von mehr als elf Euro pro Stück bekommen. Mittlerweile ging es deutlich bergab. Am Freitag kosteten Nordex-Aktien noch 9,80 Euro.

Von Analystenseite ist man bereits seit geraumer Zeit skeptisch. Nur zwei von 18 Experten, die die Aktie laut dem Informationsdienst Bloomberg beobachten, raten zum Kauf, dagegen sechs zum Verkauf. Mit zehn Analysten nimmt der überwiegende Teil eine neutrale Haltung ein.

Kommentare (2)

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Günter Jeske

02.02.2010, 11:36 Uhr

Hallo Günter,
info aus Handelsblatt bestädigt info aus Wave Daily
Guß Peter

jaha

07.02.2010, 20:03 Uhr

Diese Art des insiderhandels hat man bei Nordex insbesondere durch Herrn Pedersen und ihm verbundene Firmen schon häufiger gesehen. Es ist mir ein Geheimnis wie so etwas so öffentlich geht.

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