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26.03.2012

12:10 Uhr

Insider-Barometer

Top-Manager machen Kasse

VonChristian Schnell

ExklusivDie Börsenrally gerät ins Stocken. Deutschlands Top-Manager scheinen das geahnt zu haben. Sie bewiesen gutes Gespür, indem sie rechtzeitig Aktien verkauften. Die Experten rechnen mit fallenden Kurse.

Ein Wertpapierhändler am Parketthandel der Frankfurter Börse. dapd

Ein Wertpapierhändler am Parketthandel der Frankfurter Börse.

FrankfurtOlaf Stotz genügt ein Wort, um die Wertpapierorders von Deutschlands Top-Managern in den vergangenen Wochen zu beschreiben: „Lehrbuchmäßig“ hätten sich die Unternehmensinsider seither verhalten, weiß der Professor an der Frankfurt School of Finance. Seitdem der Dax vor rund zwei Wochen wieder über die Marke von 7000 Punkten gestiegen ist und damit die Verluste seit dem vergangenen Sommer komplett wettgemacht hat, verkaufen Vorstände und Aufsichtsräte mehr und mehr Aktien aus ihren Beständen.

Auffällig dabei: Die Top 5 der Verkäufe aus den 160 Unternehmen aus dem Dax, dem MDax, dem TecDax und dem SDax lagen allesamt im Millionenbereich. Die Käufe machten dagegen nur einen Bruchteil dessen aus. „Eine solche Konstellation konnte schon lange nicht mehr beobachtet werden“, sagt Stotz.

Top-Käufe

Platz 4

Unternehmen: Elring Klinger

Insider: Theo Becker

Volumen in Euro: 67.375

Veröffentlicht: 14.03.2012

Index: MDax

Platz 3

Unternehmen: Münchener Rück

Insider: Wolfgang Mayrhuber

Volumen in Euro: 70.339

Veröffentlicht: 15.03.2012

Index: Dax

Platz 2

Unternehmen: H&R Wasag

Insider: Nils Hansen

Volumen in Euro: 92.865

Veröffentlicht: 12.03.2012

Index: SDax

Platz 1

Unternehmen: Axel Springer

Insider: Jan Bayer

Volumen in Euro: 114.470

Veröffentlicht: 13.3. - 15.3.2012

Index: MDax

Die eindeutige Haltung der Top-Manager spiegelt sich auch im Insider-Barometer wider, das das Aachener Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet. Es ist seit der jüngsten Erhebung vor zwei Wochen rapide gefallen und steht jetzt bei 91 Punkten, nachdem es davor noch im dreistelligen Bereich gelegen hat. Noch befindet man sich damit auf neutralem Terrain, das heißt, dass sich Aktien künftig im Gleichklang mit den anderen Anlageklassen bewegen dürften. Geht es unter 90 Punkte, dann gibt das Barometer bereits ein Verkaufssignal. In der Vergangenheit war das stets ein ernstzunehmendes Zeichen, drohte dann eine Korrektur an den Aktienmärkten.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

26.03.2012, 12:52 Uhr

Es ist schon mehr als schizophren wie sich die "Experten" an die jeweilige Lage anpassen. Steigt der Dax haben sie es vorausgesagt. Fällt der Dax haben sie auch dieses prognostisiert. Kein normaldenkender Mensch kann dieses chamäleonartige Verhalten verstehen oder gar billigen. Deshalb sollte vor diesen sogenannten Experten-Typen gewarnt werden, denn deren "Meinung" kann ganz schön teuer werden.

tumbleweed

26.03.2012, 13:22 Uhr

Bin auch schon völlig kirre!
Wer wird sich am Markt durchsetzen, die Probleme die sich aus dem In-die-Rezession-sparen in der halben Euro-Zone ergeben, eine immer noch im Raum stehende harte Landung Chinas, oder die üppige Liquidität?
Die Preisfrage lautet doch einfach nur: Was wird die Märkte stärker bewegen?

Account gelöscht!

26.03.2012, 13:47 Uhr

Es zählen nur die Fakten und nicht die Meinungen. Meinungen sind immer gefärbt vom Eigeninteresse, je nachdem ob Bulle oder wie hier Bär. Am Jahreswechsel konnte man im Handelsblatt nur negative Meinungen über die Börsenentwicklung lesen. Was in den letzten 2 Monaten geschah spricht für sich selbst. Es hat den Anschein, als wollten die Experten die Marktteilnehmer in ihre Richtung beeinflussen. Fakt ist, dass wir ein positives Marktumfeld haben (Dow, S&P500, Weltwirtschaft) und steigenden Kurse wahrscheinlich sind.

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