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10.10.2011

09:18 Uhr

Insider-Barometer

Topmanager nutzen Kursverfall zu Aktienkäufen

VonChristian Schnell

Die deutschen Topmanager glauben an steigende Kurse und kaufen gezielt zu. In der vergangenen Woche hat sich ein ehemaliger Chef eines Dax-Konzern mit Aktien eingedeckt. Damit ebbt die Kaufwelle aber so langsam ab.

Ulrich Lehner, ehemaliger Henkel-Chef, hat Aktien des Konsumgüterherstellers gekauft. ap

Ulrich Lehner, ehemaliger Henkel-Chef, hat Aktien des Konsumgüterherstellers gekauft.

FrankfurtDer Dax hat sich gefangen. In der vergangenen Woche gewann der Index fünf Prozent, heute geht es weiter aufwärts. Die Topmanager deutscher Unternehmen haben die Erholung am Aktienmarkt vorweggenommen und sich in in den vergangenen Wochen mit Aktien eingedeckt.

„Auch wenn die Volatilitäten an den Aktienmärkten noch sehr ausgeprägt sind, schwankt der Dax seit einiger Zeit zwischen 5000 und 5500 Punkten“, erklärt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) das Phänomen. Das spricht dafür, dass sich dort allmählich ein Fundament bildet. Gerade in diesem Bereich hatten sich die Unternehmenschefs schon vor Wochen positioniert, als es zu massiven Käufen kam.

Das heißt in der Praxis: Erst wenn der Dax weit unter die Marke von 5000 Punkten fallen sollte, dürfte die nächste Kaufwelle rollen. Um auf Verkaufsseite größere Volumina zu sehen, müsste der Dax hingegen mindestens noch einmal um 1000 Punkte steigen, glaubt Bölinger. Tendenziell weisen die Orders der Chefs im Moment eher auf einen steigenden Dax hin. Das Insider-Barometer, das die Fifam alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management für das Handelsblatt berechnet, notiert weiter bei starken 158 Punkten und damit noch einmal zehn Zähler über der jüngsten Erhebung.

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Im Moment fallen gezielte Einzelorders auf. Auf Kaufseite war dies zuletzt besonders der ehemalige Henkel-Chef Ulrich Lehner, der zusammen mit seiner Frau für über 610000 Euro Aktien des Konsumgüterherstellers gekauft hat. Lehners Kauf können Analysten gut nachvollziehen. Die Henkel-Aktie ist in den vergangenen zwei Monaten wie nahezu alle Dax-Werte unter Druck geraten. Dabei hieß es von Unternehmensseite stets, dass die Ziele für dieses Jahr erreicht werden. Die Umsatzerwartung hat man sogar leicht angehoben. Die Analysten von Commerzbank Wealth Management bezeichnen die Aktie deshalb als attraktiv.

Ähnlich denken die Experten über das Darmstädter Pharma-Unternehmen Merck. Dessen Aktie hat gut ein Viertel an Wert seit Ende Juli eingebüßt. Aber auch dort rechnet das Management noch immer mit den gleichen Margen und Gewinnen wie damals. Kein Wunder also, dass sowohl Vorstandschef Karl-Ludwig Kley als auch Aufsichtsrat Frank Stangenberg-Haverkamp Papiere im Wert von über 250000 Euro geordert haben.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

10.10.2011, 10:01 Uhr

Handelsblatt beweist einmal mehr, dass es mittlerweile tabloid-niveau erreicht hat...

artikel a la "Topmanager nutzen Kursverfall zu Aktienkäufen" können wir wirklich nicht mehr hören, besser gesagt lesen.

Welchen Mehrwert hat dieser Artikel Hr. Schnell? Als wir bei 7500 DAX-Pkt. standen (Helaba Analyst: "Ende 2011 steht der DAX bei 8000) und auf ~ 6800 fielen, hieß es seitens des HB ebenfalls: Auf, auf, Aktien kaufen + Topmanager nutzten Kursverfall zu Aktienkäufen.

Interessanterweise sollten die darin genannten Vorstands-bübchen mal im Artikel genannt und der KursVERLUSTE seit dem genannt werden - würde im Sinne der Schadenfreude sicherlich ein größerer Leckerbissen seit für die Leser und im Sinne des HB auch durch derartige Klatsch-Meldungen zu höheren Klicks führen!

So schnell geht das mit der Schnelle, Herr Schnell.


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10.10.2011, 17:22 Uhr

Meine Güte, Sie sind aber frustrierter Hartz-Vl-ler, hä??? Da hat jemand den Einstieg einfach verpasst. Ein echter Deutscher. Wenn Sie die von Ihnen so benannten "Vorstandsbübchen" wissen wollen, gehen Sie einfach 14 Tage vorher auf www.insiderwissen.de. Da lesen Sie all das eben, zwei Wochen früher bevor das HB überhaupt darüber schreibt!! Deutscher Biedermann-Schlauberger!

moneyman

10.10.2011, 17:30 Uhr

Da wird es noch bessere Einstiegskurse geben, wenn erstmal die Coba 2 Mia € abschreiben muss. die werden gesamten Markt nach unten buttern.

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