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19.11.2014

13:53 Uhr

iPhone-Konzern

Apple könnte den ganzen russischen Markt schlucken

Apple ist wertvoller als der gesamte russische Aktienmarkt. Mit Apples Marktwert könnte man alle russischen Aktien aufkaufen und hätte immer noch genug Geld, um allen Russen ein neues iPhone 6 Plus zu schenken.

Starke Absatzzahlen

Bei Apple klingeln die Kassen

Starke Absatzzahlen: Bei Apple klingeln die Kassen

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LondonWenn Sie das IT-Unternehmen Apple besessen und verkauft hätten, hätten Sie mit den Einnahmen den gesamten Aktienmarkt Russlands aufkaufen können. Und sie hätten immer noch genug, um jedem Russen ein iPhone 6 Plus zu kaufen.

Bloombergs Chart des Tages macht deutlich, dass die gesamte Marktkapitalisierung aller börsennotierten Gesellschaften in dem weltweit größten Land erstmals überhaupt unter den Wert des Unternehmens mit der weltweit höchsten Kapitalisierung gesunken ist. Die Differenz lag am 12. November bei 121 Milliarden Dollar, was in etwa dem Preis von rund 143 Millionen vertragsfreien 64-Gigabyte iPhones auf der Basis der Apple-Store-Verkaufspreise entspricht.

Der Wert russischer Aktien ist in diesem Jahr um 234 Milliarden Dollar auf 531 Milliarden Dollar geschrumpft, während Apple um 147 Milliarden Dollar auf 652 Milliarden Dollar an Wert gewonnen hat, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

Die Innovationskraft und Markenstärke des Technologiekonzerns lockt Investoren an, während in Russland die politischen Konflikte, Sanktionen und die Gefahr einer wirtschaftlichen Stagnation im nächsten Jahr die Anleger nervös machen, sagt Vadim Bit-Avragim, Fondsmanager bei Kapital Asset Management in Moskau.

„Apple arbeitet mit den Aktionären zusammen, um die Erträge zu maximieren und hat den Firmensitz dort, wo Eigentum durch das Gesetz geschützt ist“, sagt Bit-Avragim. „In Russland ist der Gesetzesschutz für Eigentum nicht so gut, die meisten staatlichen Unternehmen haben eine schlechte Unternehmensführung, die Ressourcen befinden sich in staatlichen Händen und die Fremdkapitalkosten steigen rasant. Außerdem, wenn jemand in Konflikte mit den Nachbarn gerät, wird es sehr schwer, Investoren aus allen möglichen Ländern zu überzeugen, dort zu investieren.“

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Eigene Strategie festlegen

Gegen die größer werdenden Unwägbarkeiten sollte man sich zuallererst mit einer Strategie wappnen: Wer an kräftiges Wachstum in Deutschland glaubt, an einen anhaltenden Boom der Schwellenländer und hohen privaten Konsum, kann weiter am Aktienmarkt investieren. Wer skeptisch ist, sollte seine Bestände hingegen nicht aufstocken.

Widerstandskraft zeigen

Eng verbunden mit der ersten Regel: Immer wieder kommt es vor, dass sich Dinge anders entwickeln, als man erwartet hat. Es ist wichtig, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und nicht jeder Entwicklung hinterherzulaufen. Eine solche Reaktion zeugt nicht von einem geringen Vertrauen in die eigene Strategie. Es kostet meist auch Geld, weil die Masse schon vorher diese Richtung eingeschlagen und das Gros an Rendite eingefahren hat.

Richtig mischen

Groß oder klein, spekulativ oder konservativ, liquide oder illiquide, dividendenstark oder dividendenschwach, Substanz oder Wachstum: Bei Aktien ist die Auswahl riesig. Der richtige Mix aus spekulativen und konservativen Titeln hilft, Schwankungen zwischen guten und schlechten Zeiten auszugleichen. Nicht zu unterschätzen sind starke Dividendenzahler, die Jahr für Jahr den Grundstock für eine solide Rendite legen.

Barrieren einbauen

Keine Frage, die Börsen haben in den vergangenen zehn Jahren stärker geschwankt als in allen Dekaden zuvor. Das wird so bleiben, mit wachsendem Computerhandel sogar noch zunehmen. Wer sein Risiko minimieren will, baut Barrieren ein – sogenannte Stopps. Gerne werden Stopps bei 20 Prozent über und unterhalb des aktuellen Kurses gewählt. Dann wird automatisch verkauft, wenn diese Grenzen erreicht sind. Kommt eine Phase überraschend steigender Kurse mit anhaltendem Aufwärtstrend, lässt sich die Barriere leicht nach oben verschieben. Wichtig ist dann, auch die Barriere am unteren Ende nachzuziehen.

Herdentrieb beobachten

Wichtig in Phasen überraschender Kurssteigerungen oder -stürze ist es, das Verhalten der Masse zu beobachten. Ist es noch nachvollziehbar oder völlig irrational? Häufig ist es irrational. Dann hilft meist die zweite Regel: Widerstandskraft zeigen. Nach einigen Monaten kehrt die Rationalität von ganz allein zurück. Der Kurssturz aus dem vergangenen Jahr und die jüngste Entwicklung beweisen das gerade wieder.

Risiko rausnehmen

Sind Aktien wie seit Jahresbeginn schon um 30, 40 oder gar 50 Prozent gestiegen, dann sind Anschlussgewinne in der Regel nur noch schwer zu erzielen. Phrasenverdächtig ist zwar die alte Weisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand zugrunde gegangen.“ Richtig ist sie trotzdem.

Insidern folgen

Firmenchefs haben einen gewaltigen Vorteil gegenüber normalen Aktionären. Sie wissen weit mehr als jeder Analyst oder Kommentator, wie es in ihrem Unternehmen aussieht. Insider nennt man sie deshalb. Sie melden ihre Orders innerhalb von fünf Handelstagen an die Börsenaufsicht Bafin. Das Handelsblatt veröffentlicht alle zwei Wochen das sogenannte Insider-Barometer, das aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsorders Schlüsse für den weiteren Verlauf in Dax & Co. zieht. Jüngste Tendenz: Vorstände und Aufsichtsräte verkaufen mehr als sie kaufen. Vorsicht also!

Geopolitische Ereignisse beachten

Terroranschläge und Naturkatastrophen kommen unerwartet. Politische Konflikte wie zwischen Israel und dem Iran schwelen meist länger. Auch entscheidende Wahlen sind vorhersehbar und haben immer Einfluss auf die Börse. Dabei gilt generell: Wahljahre sind gute Börsenjahre.

Auf reale Werte setzen

Mit Optionsscheinen oder Bonus-Zertifikaten lässt sich zwar aus einem Aufwärtstrend ein noch größerer Profit schlagen. Dies sind jedoch in der Regel Wetten ohne realen Hintergrund. Aktien sind reale Werte.

Moden misstrauen

Vor allem Aktien einzelner Branchen unterliegen immer wieder gewissen Moden. Doch die wechseln wie im realen Leben, und manchmal geht das schneller, als man denkt. Das bekommt gerade die einst angesehene Solarenergie-Branche bitter zu spüren.

Für Russland besteht eine 70 Prozent Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 12 Monaten in die Rezession abzurutschen, prognostizierten Ökonomen in einer Bloomberg-Umfrage. Dem Land machen die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen zu schaffen, während der Kursrutsch beim russischen Rubel die Inflation anheizt und der sinkende Ölpreis die Exporterlöse schmälert.

Aber Apple hat nicht nur Russland, das unter den bedeutenden Märkten Platz 20 belegt, überrundet. Das Unternehmen, das mit einem Rekord-Weihnachtsgeschäft in dem Quartal rechnet und Barreserven von 155 Milliarden Dollar hat, ist auch größer als Singapur oder Italien, welche die Plätze 17 und 18 belegen.

Kommentare (6)

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Herr Tom Bauer

19.11.2014, 15:09 Uhr

Jaja, die alte Frage um "Wert" und "Bewertung".
Kann sich im vorliegenden Beispiel jeder selbst beantworten.

Frau Ich hier

19.11.2014, 15:10 Uhr

"Mit Apples Marktwert könnte man alle russischen Aktien aufkaufen und hätte immer noch genug Geld, um allen Russen ein neues iPhone 6 Plus zu schenken."

Was sagt mir das?

Nur eines: Durch das hemmungslose Gelddrucken der Amerikaner ist der USD total überbewertet.

Die Dollar Blase wird platzen.

Apple würde ich raten doch eben ganz einfach Russland zu kaufen. Bevor die Papierwerte den Bach runter gehen.

Herr Aleksej Novalnij

19.11.2014, 15:12 Uhr

Ja genau, ihr Treumt alle Russland zur spottpreise aufzukaufen.
Ihr schreit doch wie ferrückt dass russland so schlecht ist, was wollt ihr denn bei uns??? wieso wollt ihr uns aufkaufen? Euch get es doch soooo GUT.

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