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16.12.2011

17:59 Uhr

IPO

„Farmville“-Macher erzielt eine Milliarde Dollar bei Börsenstart

Der Onlinespiele-Anbieter Zynga bringt es mit virtuellen Häusern und Traktoren auf einen Milliardenwert. Der „Farmville“-Macher könnte seinem engen Partner Facebook den Weg in Richtung Börse weisen.

Mark Pincus, CEO von Zynga, präsentiert seine Spielewelt. Reuters

Mark Pincus, CEO von Zynga, präsentiert seine Spielewelt.

New YorkEs ist der größte Börsengang eines amerikanischen Internet-Unternehmens seit Google: Zynga, Marktführer bei Spielen für Facebook, hat bei seiner Aktienplatzierung eine Milliarde Dollar eingenommen. Der Entwickler von Hits wie „Farmville“, „Cityville“ oder „Mafia Wars“ wurde seine Wertpapiere am oberen Ende der zuletzt angepeilten Spanne zu je 10 Dollar los, wie aus Daten der US-Technologiebörse Nasdaq hervorgeht.

Die ersten Minuten als börsennotiertes Unternehmen glichen am Freitagmorgen (Ortszeit) aber einer Achterbahnfahrt: Zuerst sprang die Aktie auf mehr als 11 Dollar hoch, nur um Minuten später Kurs auf 9 Dollar zu nehmen. Kurz vor Mittag bewegte sich das Papier um den Ausgabekurs. Zusammen mit den Anteilsscheinen, die noch bei den Alteigentümern verbleiben, wird Zynga zum Ausgabekurs mit 7 Milliarden Dollar bewertet. Mit noch ausstehenden Optionen läge der Firmenwert bei 8,9 Milliarden Dollar.

Aktie im Fokus: Spiele-Entwickler Zynga kommt an die Börse

Video: Aktie im Fokus: Spiele-Entwickler Zynga kommt an die Börse

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Der Sprung aufs Parkett gilt als Testlauf für einen möglichen Börsengang des Online-Netzwerks Facebook im kommenden Jahr. Die klare Nummer eins unter den Sozialen Netzwerken dürfte alle bisherigen Internet-Börsengänge locker übertrumpfen: Bei Facebook steht eine Börsenbewertung von 100 Milliarden Dollar im Raum. Zynga ist eng mit Facebook verbandelt. Die meisten Spieler stammen aus dem sozialen Netzwerk.

223 Millionen Nutzer tummeln sich bei Facebook im Monat in Zynga-Titeln. Am erfolgreichsten sind derzeit die Simulationen „Cityville“, „Castleville“ und „Farmville“, in denen Spieler eine Stadt, ein mittelalterliches Königreich oder einen Bauernhof aufbauen. Auch ein Pokerspiel lockt Millionen. Zynga hat ein Geschäftsmodell in der gesamten Branche populär gemacht: Das Spielen ist an sich ist kostenlos, Nutzer können aber für kleine Beträge virtuelle Güter kaufen, auf die sie sonst lange warten müssten. „Farmville“-Bauern kommen beispielsweise dank eines Traktors schneller voran.

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