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17.01.2005

07:00 Uhr

Jüngster Kursrückgang bietet Einstiegschancen für risikobereite Investoren

Anleger spekulieren auf AVA-Übernahme

VonPatrick Mönnighoff (Handelsblatt)

Gut versteckt im Kleinwertesegment SDax fristete die Aktie der AVA Allgemeinen Handelsgesellschaft der Verbraucher jahrelang ein tristes Dasein.

HB DÜSSELDORF. Nicht nur der komplizierte Name, sondern auch das als langweilig abgestempelte Geschäftsmodell schreckte die Anleger ab. Zumindest solange, bis Edeka anfing, allmählich seinen Anteil an dem Konzern aufzustocken. Seitdem bestimmen Spekulationen den Kurs. Risikobereite Anleger können davon durchaus profitieren.

Denn während die Aktie allein zwischen Anfang September und Ende Dezember von 30 auf fast 50 Euro in die Höhe schoss, geht es im neuen Jahr kontinuierlich bergab. Seit Anfang Januar summiert sich das Minus auf über zehn Prozent. Da die Experten aber noch immer mit einer Übernahme durch Edeka rechnen, verspricht das Papier gerade nach dem Kursrutsch wieder Potenzial.

Den jüngsten Kurseinbruch werten die Analysten daher nicht als Zeichen, dass der Hamburger Lebensmittelkonzern Edeka das Interesse verloren hat. Dazu waren auch die Umsätze zu gering. „Vielmehr sieht es so aus, als hätten einige Anleger die Geduld verloren und Gewinne mitgenommen“, sagt Christoph Schlienkamp, Analyst beim Bankhaus Lampe.

„Eine vollständige Übernahme ist weiterhin sehr wahrscheinlich“, bestätigt Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Edeka will die Gerüchte zwar nicht kommentieren. „Alles andere wäre jedoch überraschend“, sagt Schlienkamp.

Denn offiziell war Edeka schon bei der vergangenen Hauptversammlung im Juni des vergangenen Jahres im Besitz von über 83 Prozent der AVA-Aktien – Tendenz steigend. „Darüber, wie hoch der Anteil mittlerweile ist, lässt sich nur spekulieren“, sagt Hechtfischer.

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