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23.05.2011

09:15 Uhr

Kapitalerhöhung

Commerzbank verschleudert neue Aktien – Kurs sackt ab

Die Commerzbank hat die Katze aus dem Sack gelassen: Die neuen Aktien der Bank kosten 2,18 Euro. Zu höheren Preisen fand die Bank nicht genügend Käufer. An der Börse gerät die Commerzbank-Aktie nun unter Druck.

Commerzbank-Chef Martin Blessing will die Staatsbeteiligung lieber heute als morgen loswerden. Quelle: dapd

Commerzbank-Chef Martin Blessing will die Staatsbeteiligung lieber heute als morgen loswerden.

FrankfurtDie Commerzbank bewerkstelligt die weitgehende Rückzahlung ihrer Staatshilfen mit einer Flut neuer Aktien. Nach der Bekanntgabe des Emissionspreises für die erwartete Kapitalerhöhung rutschte die Aktie der Commerzbank ab. Im frühen Handel lagen die Titel fünf Prozent unter ihrem Freitagsschluss bei 3,75 Euro.

Die neuen Papiere, die der Bank weitere 5,3 Milliarden Euro bringen sollen, um die Stillen Einlagen des Staates zu tilgen, werden zu einem Preis von 2,18 Euro ausgegeben, wie die Commerzbank am Sonntagabend mitteilte. Das sind 45 Prozent weniger als der Schlusskurs vom Freitag von 3,95 Euro. Um den eingeplanten Betrag einzunehmen, muss die Bank ihr Kapital fast verdoppeln. Die Aktionäre können von Dienstag an bis zum 6. Juni für je elf ihrer Aktien zehn neue kaufen.

Der Aktienkurs der Commerzbank ist in diesem Jahr bereits um 29 Prozent gefallen. Grund dafür sei zum einen die Kapitalverwässerung durch die Kapitalmaßnahmen und zum anderen Besorgnis der Investoren in Bezug auf das Engagement der Bank in Staatsanleihen 

DZ-Bank Analyst Matthias Dürr bestätigte dennoch seine Kaufempfehlung für die Titel. „Die Kapitalerhöhung und die Rückzahlung der Soffin-Hilfen werden es der Bank ermöglichen, sich in Zukunft auf ihr profitables Kerngeschäft zu konzentrieren“, schrieb Dürr in einem Kurzkommentar.

Kommentare (2)

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ego.ich.moi

23.05.2011, 10:39 Uhr

Der niedrige Bezugskurs kann nicht wirklich überraschen. Es war schließlich im Emissionsprospekt bereits vor Wochen angekündigt, dass der Bezugskurs der Kapitalerhöhung mindestens 30% unter dem sog. TERP (Aktienkurs nach Abschlag des Bezugsrechts) liegen werde. Der vereinbarte Bezugspreis hat exakt diesen Abschlag.

Account gelöscht!

23.05.2011, 14:25 Uhr

Wer als Aktionär die Kapitalerhöhung nicht mitmachen will oder kann, muss beim Verkauf der Bezugsrechte auch noch Abgeltungssteuer auf den vollen Preis der Bezugsrechte zahlen.

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