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06.06.2017

09:45 Uhr

Krebsmittel Perjeta enttäuscht

Roche-Aktien büßen fast fünf Prozent ein

Das Medikament Perjeta galt als große Hoffnung im Kampf gegen den Brustkrebs. Doch die jüngsten Studiendaten zu dem Mittel enttäuschen. Das lässt auch die Genussscheine des Pharmakonzerns Roche einbrechen.

„Die großen Hoffnungen zum neuen Brustkrebs-Medikament Perjeta lösten sich in Luft auf“, sagte ein Händler. Reuters

Roche-Pillen

„Die großen Hoffnungen zum neuen Brustkrebs-Medikament Perjeta lösten sich in Luft auf“, sagte ein Händler.

ZürichEnttäuschende Studiendaten zum Brustkrebsmedikament Perjeta haben die Genussscheine des Pharmakonzerns Roche einbrechen lassen. Der Aktienkurs des Marktschwergewichts sackte am Dienstag in einem schwachen Markt um 4,6 Prozent auf 252,70 Franken ab.

„Leider haben die Aphinity-Studiendetails zu Perjeta gar nicht überzeugt“, sagte ein Händler. Der Phase-III-Studie, die am Onkologiekongress ASCO in Chicago vorgestellt wurde, zufolge verringert die Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen mit Perjeta, Herceptin und Chemotherapie das Risiko einer Rückkehr der Krankheit nach einer Operation um 19 Prozent.

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„Die großen Hoffnungen zum neuen Brustkrebs-Medikament Perjeta lösten sich in Luft auf“, sagte ein Händler. An der ASCO habe sich herausgestellt, dass weniger Patientinnen einen Vorteil von dem Medikament hätten als erwartet.

Kepler-Cheuvreux-Analyst David Evans sprach von einem herben Rückschlag. „Wir denken, die Markterwartungen müssen runterkommen.“ Dies dürfte sowohl dem Sentiment gegenüber dem Titel als auch den Margen- und Gewinnerwartungen im Markt einen Schlag versetzen. Kepler Cheuvreux senke daher die Spitzenumsatzerwartungen auf 1,5 von bisher 3,5 Milliarden Dollar, schrieb Evens.

„Der Markt scheint fast ein wenig schockartig zu reagieren“, sagte der Börsianer. „In der Regel sind solche Rückschläge immer eine Kaufgelegenheit.“

Von

rtr

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