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06.02.2006

11:08 Uhr

Kritik an Ausgabepreis

Primion stößt auf geteiltes Echo

VonChristian Schnell

Der erste Börsenkandidat des Jahres im Prime Standard überzeugt mit Technik und Strategie – nicht aber beim Ausgabepreis seiner Aktie.

FRANKFURT. Der erste Börsengang des Jahres 2006 im Premium-Segment der Deutschen Börse, dem Prime Standard, stößt bei Investoren auf ein geteiltes Echo. Unternehmensstrategie, Produkte sowie das erfahrene Managements von Primion Technology finden einerseits große Zustimmung. Dagegen gibt es zum Teil heftige Kritik an dem Preisvorstellungen für die Aktie von 13,50 bis 14,50 Euro.

„Sportlich und ambitioniert“ nannte am Freitag bei der Präsentation ein Investor die Preisvorstellungen des Unternehmens. Bei einem Ausgabepreis von 14,50 Euro wäre Primion bei insgesamt 5,5 Mill. Aktien an der Börse mit knapp 80 Mill. Euro bewertet. Die beiden Analysten Gerrit Rohleder und Sebastian Growe vom Konsortialführer Equinet errechneten in einer Studie zur Emission einen Unternehmenswert zwischen 77 und 90 Mill. Euro. Einen ansonsten üblichen Abschlag gäbe es somit nicht. Sollte 2007 tatsächlich ein Gewinn je Aktie von rund einem Euro erzielt werden, wäre ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,5 bis 14,5 zu rechtfertigen, selbst wenn die Aktie damit kein Schnäppchen wäre. Der Knackpunkt: Aktuell liegt der Gewinn je Aktie bei 0,42 Euro, es bedürfte also einer gewaltigen Gewinnsteigerung.

Primion-Vorstandschef Heinz Roth sieht diese Vorgabe durchaus als realistisch an. Er setzt darauf, dass durch die beiden Ende vergangenen Jahres erfolgten Akquisitionen von Unternehmensteilen des Konkurrenten Dr. Städtler und des spanischen Wettbewerbers Digitek sowohl enorme Synergien als auch hohe Gewinnzuwächse zu erzielen sind. Von den rund elf Mill. Euro, die Primion bei Banken für die beiden Zukäufe aufnehmen musste, soll die Hälfte aus dem Emissionserlös getilgt werden.

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