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27.08.2013

14:38 Uhr

K+S im Plus

Anleger setzen auf höhere Kali-Preise

Als einzige Dax-Aktie notiert K+S im Plus. Grund für das Interesse der Anleger: Die Verhaftung des Chefs der russischen Uralkali in Weißrussland. Sie sorgt weltweit an den Märkten für Aufregung.

Die Zentrale des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S in Kassel. Die Aktien des Konzerns sind bei Anlegern momentan beliebt. dpa

Die Zentrale des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S in Kassel. Die Aktien des Konzerns sind bei Anlegern momentan beliebt.

FrankfurtDie Aktien von K+S haben ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Zunächst stiegen sie um mehr als zwei Prozent. Am Nachmittag büßten die Papiere an Gewinnen ein, blieben aber als einzige im Dax im Plus. Am Vortag war der Kurs bereits um mehr als vier Prozent gestiegen.

Grund für das anhaltende Interesse an den Aktien des Düngemittelkonzerns sind die Entwicklungen rund um die Verhaftung des Chefs der russischen Uralkali in Weißrussland. Wladislaw Baumgertner war am Montag im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Kali-Kartell mit der weißrussischen Belaruskali festgenommen worden. Der russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge wollten die weißrussischen Behörden nun Immobilien und andere Vermögenswerte von Uralkali beschlagnahmen. Russland hat empört auf die Festnahme reagiert. Uralkali-Aktien verloren an der Moskauer Börse 2,3 Prozent.

K+S

Die Aktie von K+S hat mehr als ein Viertel an Wert verloren.

Uralkali und Belaruskali waren acht Jahre lang Partner im Joint Venture BPC, das für 43 Prozent der weltweiten Kali-Exporte steht. Das Ende der Zusammenarbeit hat weltweit Wellen an den Kali-Märkten geschlagen. Der überraschende Schritt stürzte die ganze Branche in Turbulenzen, weil das Konsortium zusammen mit einem nordamerikanischen Bündnis bisher den Markt beherrscht und für stabil hohe Preise sorgt. Uralkalis Ausstieg aus der Allianz ist vor allem für Weißrussland schmerzlich, da Kali zu den wichtigsten Exportgütern und Devisenbringern des Landes zählt.

Weißrussland wirft Baumgertner vor, bei der Entscheidung von Uralkali für den Ausstieg sein Amt missbraucht zu haben. Sein Arrest könne auf Anordnung der ermittelnden Behörden verlängert werden, sagte Pawel Traulko von der weißrussischen Behörde zur Kriminalitätsbekämpfung am Dienstag. Bei einer Verurteilung drohen dem Uralkali-Chef zehn Jahre Haft. Uralkali wies die Vorwürfe zurück.

Die Aktienkurse von Kali-Produzenten weltweit waren nach dem Platzen von BPC Ende Juli in den Keller gestürzt. K+S-Aktien hatten rund ein Viertel ihres Wertes verloren. Nach der Festnahme von Baumgertner hoffen viele Anleger nun, dass sich Uralkali und Belaruskali wieder zusammenraufen und die alte Ordnung wieder herstellen.

Die DZ Bank hat inzwischen für den hessischen Düngemittelkonzern ihre Kaufempfehlung und den fairen Wert von 23 Euro bekräftigt. Die HSBC senkte ihre Anlageempfehlung dagegen auf "Underweight" von zuvor "Neutral".

Von

rtr

Kommentare (2)

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Profi

27.08.2013, 11:09 Uhr

Wie spät kann man denn noch kommen?Das Ding ist doch schon seit einer Stunde am fallen

Account gelöscht!

27.08.2013, 12:12 Uhr

Nee seit dem 16.6.08.K+S kommt von 103,75 Euro.Das war das ATH .Insofern sind selbst die 15 Euro Kursrückgang der letzten Wochen Peanuts dagegen.

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