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19.10.2015

10:43 Uhr

Kursplus nach Vorstandsumbau

Warum Anlegern die Deutsche-Bank-Aktie gefällt

Der neue Co-Chef der Deutschen Bank, John Cryan, lässt keinen Stein auf dem anderen. Den Anlegern gefällt das. Die Aktie der Deutschen Bank ist Tagesgewinner im Dax. Auch Analysten loben die angekündigte Radikalkur.

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Ein wichtiger Kulturschock für die Deutsche Bank

Handelsblatt in 99 Sekunden: Ein wichtiger Kulturschock für die Deutsche Bank

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FrankfurtJohn Cryan macht Investoren Hoffnung. Am Tag nachdem der neue Chef der Deutschen Bank die gründlichsten Umbaupläne seit über einem Jahrzehnt vorgestellt hat, ist die Deutsche-Bank-Aktie gefragt. Sie gewinnt im frühen Handel mehr als dreieinhalb Prozent und ist damit der Spitzenreiter im Dax.

„Cryan scheint tatsächlich keinen Stein auf dem anderen zu lassen“, meint Ingo Frommen, Investmentanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). In der Tat wird nicht nur der Vorstand von Deutschlands größtem Geldhaus nahezu erneuert, sondern es werden auch die als Executive Committe bezeichnete erweiterte Vorstandsebene sowie zehn der derzeit 16 Vorstandsausschüsse aufgelöst.

Dabei teilt Cryan die Investmentbank auf – ein erster Schritt zum Rückbau des von seinem Vorgänger Anshu Jain aufgebauten Handelsimperiums. Cryan trennt sich „konsequent von Jains altem Führungskader“, meint Frommen. Der Konzern erhalte den  Zuschnitt einer Groß-Unternehmenskundenbank wie ihn auch andere Wettbewerber hätten.

Auch Christopher Wheeler, Bankenanalyst bei Atlantic Equities in London lobt den Vorstoß. Cryan versuche, eine Bank nach seinen Vorstellungen zu schaffen: „Die Leute, die gehen, sind Leute, die die Bank im Sinne von Jains Vorstellungen aufgebaut haben.“ Wheeler hält den Schritt für einen „wegweisenden Augenblick beim Wiederaufbau der Deutschen Bank“.

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Wenn dieser Wiederaufbau gelingt, dann hat die Aktie durchaus noch Potenzial. Mit zuletzt knapp 26,90 Euro notiert sie immer noch deutlich unter den 32 Euro auf die sie nach Cryans Amtsantritt im Juli geklettert war. In diesem Jahr hat sich die Aktie mit einem Plus von sieben Prozent zwar weitaus besser geschlagen als der Dax, aber viel heißt das nicht:  Im vergangenen Jahr gehörte die Deutsche Bank Aktie mit einem Verlust von fast 25 Prozent zu den größten Dax-Verlierern. Und von ihrem Allzeithoch von mehr als 103 Euro im Mai 2007 ist sie noch meilenweit entfernt.

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