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31.01.2005

13:41 Uhr

Aktien

Lanxess fallen auf 13,90 Euro - Fondsmanager verkaufen Aktie

Verkäufe institutioneller Anleger haben die Aktien der Bayer-Abspaltung Lanxess am Montag bereits wenige Minuten nach Handelsbeginn unter die Erstnotiz von 15,75 Euro fallen lassen. Zuletzt wurde die Aktie mit 13,90 Euro gehandelt.

dpa-afx FRANKFURT. Verkäufe institutioneller Anleger haben die Aktien der Bayer-Abspaltung Lanxess am Montag bereits wenige Minuten nach Handelsbeginn unter die Erstnotiz von 15,75 Euro fallen lassen. Zuletzt wurde die Aktie mit 13,90 Euro gehandelt. Der Dax stieg bis 11.45 Uhr um 1,18 Prozent auf 4 251,74 Punkte.

Die Aktie stünde unter Verkaufsdruck, weil institutionelle Anleger, die in ihrem Depot den Dax abbildeten, die Aktie verkauften, sagte ein Händler. Denn mit dem Ablauf des ersten Handelstages werde Lanxess wieder aus dem Dax herausgenommen. Bayer hatte den überwiegenden Teil seines Chemiegeschäfts und ein Drittel des Polymergeschäfts in Lanxess vereinigt. Der Name geht auf das französische Lancé und das englische Success zurück.

Vom Verkaufsdruck durch Fondsmanager sieht auch Analyst Christoph Schlienkamp vom Bankhaus Lampe den aktuellen Kurs geprägt. "Die Dax-Fonds und die Themenfonds stehen auf der Verkäuferseite." Wer sich mit dem Kauf von Bayer-Aktien in den Bereichen Pharma oder Healthcare engagieren wollte, müsse die Chemieabspaltung nun verkaufen. Die Kursentwicklung der ersten Handelstage sollte deshalb nicht überinterpretiert werden.

Die Aktie sei eine Restrukturierungsgeschichte. "Der Anleger muss sich zudem im Klaren sein, dass das Geschäft deutlich zyklischer ist, als bei anderen Unternehmen", sagte Schlienkamp. Eine hohe Planungssicherheit bei Ereignissen oder eine attraktive Dividendenrendite habe Lanxess nicht.

Zum Börsenstart habe der Vorstand deshalb erneut die Restrukturierungsbemühungen betont, sagte Schlienkamp: "Aus Analystensicht war das nicht neu, nachdem es im November, Dezember umfangreiche Investorenhandbücher gab. Wenn man den Börsenprospekt ließt, der vor 14 Tagen veröffentlicht wurde, dokumentiert der die Chancen und Risiken." Vorstandchef Axel Heitmann hatte anlässlich der Erstnotiz neue Sparprogramme angekündigt. Es gelte, die Profitabilität zugunsten der Marktanteile in den Fokus zu setzen. Schlienkamp hat die die Aktie mit Blick auf den Kapitalfluss mit 15 Euro bewertet.

In seiner Ersteinstufung bewertet Analyst Alex Comer von JP Morgan die Aktie mit "Neutral" bei einem Kursziel 13 Euro. Comer nannte das Unternehmen "strukturell schwach". Jedoch könnten die von ihm erwarteten Kursschwankungen für günstige Kaufgelegenheiten sorgen. Unter Berücksichtigung des kurzfristig verfügbaren Kassenbstandes liege der Wert bei 11 Euro. Beteiligungsverkäufe könnten jedoch den Kurs in den kommenden zwölf Monaten bis auf 13 Euro steigen lassen, prognostiziert der Experte.

Unter Berücksichtigung der einzelnen Unternehmensteile beziffert Carsten Kunold von Merck Finck den Lanxess-Wert mit 16,50 Euro. Die Personalkosten müssten nach seiner Einschätzung um deutlich mehr als die angekündigten 20 Mill. Euro gekürzt werden. Dieser Betrag verbessere die Marge nur um 0,3 Prozent./

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