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28.06.2016

11:34 Uhr

Leerverkäufe

George Soros wettet gegen die Deutsche Bank

VonMartin Dowideit, Yasmin Osman

Der US-Investor hat ein Faible dafür, von fallenden Kursen zu profitieren. So machte er es einst mit dem britischen Pfund. Jetzt hat sein Fonds gegen die Deutsche Bank gewettet – und ist damit nicht allein.

Mitteilung aus dem Bundesanzeiger. Leerverkaufspositionen von mehr als 0,5 Prozent des Aktienkapitals müssen gemeldet werden.

Wette gegen die Deutsche Bank

Mitteilung aus dem Bundesanzeiger. Leerverkaufspositionen von mehr als 0,5 Prozent des Aktienkapitals müssen gemeldet werden.

DüsseldorfAm Montag hatte ein Sprecher von George Soros, dem 85 Jahre alten Hedgefonds-Manager, versichert: Am Pfund-Crash der vergangenen Tage habe der Spekulant nicht verdient. Das war zumindest ein wenig überraschend, da Soros den Absturz der Währung für den Falles des Brexits doch treffend vorausgesagt hatte.

Was der Sprecher nicht sagte: Am Ausverkauf an den Märkten am Freitag und Montag profitiere der Investor zumindest teilweise. Denn Soros hat im großen Stil gegen die Aktie der Deutschen Bank gewettet. Laut einer Mitteilung im Bundesanzeiger war die Soros Fund Management LLC am Freitag eine Netto-Leerverkaufsposition im Umfang von 0,51 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals eingegangen. Das entspricht zum Kurs von Freitag einem Investment in Höhe von etwa 100 Millionen Euro (aktuelle Leerverkäufe finden Sie in unserer Datenbank).

Die Deutsche-Bank-Aktie hatte – wie andere Finanztitel auch – nach Bekanntwerden des Ergebnisses des britischen EU-Referendums heftig an Wert verloren. Am Donnerstag hatte die Aktie noch bei 15,50 Euro notiert, bis Montag sackte sie auf zeitweise 12,07 Euro durch. Mit Leerverkäufen spekulieren Anleger auf fallende Kurse.

Auch ein zweiter Hedgefonds meldete eine Wette gegen Deutschlands größtes Geldhaus. Der Fonds Marshall Wace setzte ebenfalls 0,5 Prozent des Aktienkapitals der Deutschen Bank am Freitag gegen das Institut.

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