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24.01.2005

14:30 Uhr

Aktien

Lehman Brothers senkt HVB-Kursziel - Schlechte Kapitalausstattung

Lehman Brothers hat das Kursziel der HVB-Aktie nach der Milliardenabschreibung der Münchener Bank von 18 auf 16,70 Euro gesenkt.

dpa-afx LONDON. Lehman Brothers hat das Kursziel der HVB-Aktie nach der Milliardenabschreibung der Münchener Bank von 18 auf 16,70 Euro gesenkt. "Wir glauben, dass die guten Nachrichten der Ankündigung - die niedrigere Risikovorsorge und das Restrukturierungsprogramm - bereits in der Bewertung der Aktie enthalten sind. Wohingegen die schlecht Nachricht der schlechteren Kapitalausstattung noch nicht berücksichtigt ist", schreiben die Analysten der US-Investmentbank in einer am Montag in London veröffentlichten Studie. Die Einstufung der Aktie mit "Equal weight" wurde bestätigt.

Die zugrunde liegenden Annahmen seien noch relativ optimistisch. Die Kapitalausstattung der Bank sei schwach und werde eine Abstufung seitens der Ratingagenturen nach sich ziehen. Die dadurch gestiegenen Refinanzierungskosten werden das Zinsergebnis um 100 Mill. Euro nach unten drücken und damit den positiven Effekt aus der Veräußerung der notleidenden Kredite wieder verwässern.

Da die HVB am Freitag keine Angaben machte, wie stark die als notleidend identifizierten und zum Verkauf stehenden Problemkredite mit einem Volumen von 15 Mrd. Euro nach der Absicherung abgesichert sind, sorge dies zudem für weitere Unsicherheiten. Nach Einschätzung der Lehman-Brothers-Analysten kann die HVB aus dem Verkauf der Problemkredite rund 60 Prozent oder neun Mrd. Euro erlösen.

Gemäß der Einstufung "Equal weight" gehen die Analysten von Lehman Brothers davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden zwölf Monaten im Einklang mit den übrigen Titeln der Finanzbranche entwickeln wird.

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