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27.10.2015

10:51 Uhr

Maschinenbauer Manz

Prügel für Aktie eines Apple-Zulieferers

Der deutsche Spezialmaschinenbauer Manz bekommt die Zurückhaltung chinesischer Kunden zu spüren. Aufträge werden verschoben – und die Aktionäre fliehen aus dem Papier. Zittern müssen nun die Mitarbeiter.

Viele Kunden von Manz sitzen in China – das schadet der Firma derzeit. PR

Beschichtungstechnik für Solarzellen

Viele Kunden von Manz sitzen in China – das schadet der Firma derzeit.

BerlinDer Apple-Zulieferer Manz bekommt die Konjunkturabkühlung in China kräftig zu spüren. Der Spezialmaschinenbauer senkte erneut seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2015. Grund seien Auftragsverschiebungen vor allem von Kunden aus Asien, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Montagabend mit. Der Kurs lag am Dienstagvormittag 28 Prozent im Minus, nachdem die Papiere bereits am Montagabend nachbörslich kräftig Federn gelassen hatten.

Die Investitionsbereitschaft der chinesischen Kunden sei deutlich zurückhaltender. Daher könnten nach Einschätzung des Vorstands bislang für 2015 erwartete Umsätze voraussichtlich erst ab dem nächsten Geschäftsjahr realisiert werden, teilte Manz mit.

Für dieses Jahr erwartet der Vorstand nunmehr Erlöse zwischen 200 und 210 Millionen Euro und ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Bereits Ende Juni hatte Manz seine Ziele gekippt. Die bereits reduzierte Prognose sah einen moderat rückläufigen Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 305,9 Millionen Euro und ein verbessertes, jedoch negatives Ebit vor. Als Konsequenz werde Manz nun ein Restrukturierungsprogramm einleiten, dessen Maßnahmen bis Ende November vorgestellt werden sollen.

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„Alle Standorte in Europa und Asien werden auf den Prüfstand gestellt“, sagte Finanzvorstand Martin Hipp am Dienstag. Wie viele der insgesamt knapp 2000 Mitarbeiter möglicherweise den Hut nehmen müssen, sei noch unklar. „Wir werden Ende November die Maßnahmen bekannt geben.“ Auch für das schwächelnde Solar-Geschäft will der Spezialmaschinenbauer eine Lösung finden. „Wir werden den Bereich entweder schließen oder verkaufen, auf jeden Fall soll er die Bilanz des Unternehmens 2016 nicht mehr belasten.“

Die einstige Lokomotive China wird für viele deutsche Unternehmen zum Bremsklotz. Wegen des trüben Geschäftsumfelds in den Schwellenländern haben zuletzt zahlreiche Firmen wie der Modekonzern Hugo Boss und der Autozulieferer Leoni ihre Prognosen gesenkt und das vor allem mit Problemen auf dem riesigen chinesischen Markt begründet.

Von

rtr

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