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27.09.2012

16:22 Uhr

Mattel-Aktie

Mit der Barbie gegen das Smartphone

VonAnette Kiefer

Handys lösen immer mehr das traditionelle Spielzeug als Geschenk ab. Der Barbie-Hersteller Mattel steht somit vor neuen Herausforderungen. Doch die Aktie bleibt für eine Überraschung gut.

"Barbie So In Style". ap

"Barbie So In Style".

FrankfurtKaum ist der Sommer auch kalendarisch zu Ende, bereiten sich die Spielzeughersteller auf das Weihnachtsgeschäft vor. Vor wenigen Tagen hat die Spielwarenkette Toys R Us ihre jährliche Liste mit "Hot Toys" veröffentlicht - also den neuen Artikeln, die in diesem Jahr voraussichtlich am häufigsten unter dem Christbaum liegen werden. Darunter sind zum Beispiel eine Stickermaschine, die wiederverwendbare Aufkleber druckt, ein Tablet-Lerncomputer für Kinder von Leapfrog und eine Neuauflage des interaktiven Roboter-Kuscheltiers Furby.

Auch die US-Firma Mattel, die in Deutschland vor allem durch ihre Barbie-Puppen und die "Hot Wheels"-Spielautos bekannt ist, ist mit zwei Produkten auf der Liste vertreten. Prompt ging es an der Börse nach oben: Mit rund 36 Dollar erreichte Mattels Aktie vor wenigen Tagen ein neues Fünfjahreshoch und hat seit Jahresbeginn etwa 35 Prozent zugelegt.

Nun hoffen die Anleger auf einen Umsatzanschub durch die "Hot Toys"-Liste - und den könnten die Kalifornier auch dringend gebrauchen. Das Weihnachtsgeschäft spült bei den Spielzeugfirmen bis zu vierzig Prozent des Jahresumsatzes in die Kasse. Analysten wie etwa Tim Conder von Wells Fargo stellen dem Konzern ein gutes Zeugnis aus: Mattel bleibe der weltgrößte Spielzeughersteller und sei "gut aufgestellt für weiteres Wachstum und steigende Marktanteile".

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Doch branchenweit sind die Verkaufszahlen in den USA in vier der vergangenen fünf Jahre gefallen. Allein 2011 ging der Umsatz der Spielzeugproduzenten insgesamt um zwei Prozent auf rund 21 Milliarden Dollar zurück, wie eine Statistik des Marktforschers NPD Group zeigt. "Auch im laufenden Quartal besteht die Möglichkeit, dass die Branche wieder enttäuschende Zahlen vorlegt", befürchtet Analyst Sean McGowan vom Bankhaus Needham & Company.

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