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30.01.2017

15:31 Uhr

Mauser

Plastikfass-Hersteller will an die New Yorker Börse

Das für seine blauen Plastikfässer bekannte Unternehmen Mauser möchte an die New Yorker Börse. Die Kölner erhoffen sich Einnahmen in Höhe von knapp 320 Millionen Euro. Bisher schreibt der Konzern allerdings rote Zahlen.

Der deutsche Verpackungshersteller Mauser strebt an die Börse. Screenshot

Mauser

Der deutsche Verpackungshersteller Mauser strebt an die Börse.

FrankfurtDie Börsenpläne des deutschen Industrieverpackungs-Herstellers Mauser nehmen Gestalt an. Das Unternehmen aus Brühl bei Köln, das dem Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) gehört, will mit der Emission an der New Yorker Börse bis zu 319 Millionen Dollar einnehmen, wie aus dem am Montag publizierten vorläufigen Börsenprospekt hervorgeht. Die Aktien würden wohl in einer Spanne von 20 bis 22 Dollar angeboten. Zum Zeitplan für den Börsengang äußerte sich das für seine blauen Plastikfässer für Chemikalien bekannte Unternehmen nicht. CD&R war im Mai 2014 für 1,25 Milliarden Euro bei Mauser eingestiegen und trug sich danach schnell mit Börsenplänen. Organisiert wird die Emission federführend von der Bank of America Merrill Lynch, Citi und Credit Suisse.

Nach der Erstnotiz wären zunächst rund 30 Prozent der Mauser-Aktien im Streubesitz, Mauser käme auf einen Börsenwert von gut einer Milliarde Dollar. Mit dem Erlös will Mauser 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten tilgen und damit den Schuldenberg abtragen, den ihm die Finanzinvestoren aufgehalst haben. CD&R hatte sich 2015 zwei Sonderdividenden von zusammen 185 Millionen Euro gegönnt. Nach dem Börsengang will Mauser auf absehbare Zeit keine Dividenden mehr zahlen.

Die besten Anlagen 2016

Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 deutlich gestiegen. Am deutlichsten stieg der Preis für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Aktien Russland

Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. Aus 100.000 in Russland angelegten Euro wurden so im vergangenen Jahr 152.950 Euro. Zum Vergleich: Aus 100.000 angelegten Euro wurden im amerikanischen Dow Jones - inklusive des Dollar-Anstiegs - „nur“ 116.140 Euro, im deutschen Dax waren es 106.780 Euro und im Euro Stoxx 50 der Standardwerte im Euro-Raum 100.770 Euro.

Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. was sie Ende 2016 tatsächlich machten. Aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro wurden bis am Jahresende 161.080 Euro.

Zink

Zink war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Im vergangenen Jahr stieg der Preis von Zink, das vielfach in der Industrie eingesetzt wird in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Aktien Kasachstan

Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Wer 100.000 Euro in den gerade mal neun Werte umfassenden Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent.

Aktien Peru

Die Aktie in Peru profitierte von der Wahl des neuen Präsidenten Pablo Kuczynski, der als liberal und wirtschaftsfreundlich gilt. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Auch die Landeswertung Sol stieg. Das machte bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren.

Aktien Brasilien

Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff trieb Brasiliens Aktienkurse und den Real nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand: 30.12.2016

Nach vorläufigen Schätzungen kam das Unternehmen mit mehr als 4000 Mitarbeitern im abgelaufenen Jahr auf einen Umsatz von 1,45 bis 1,52 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) lag zwischen 209 und 227 Millionen Euro - unter dem Strich schreibt das Unternehmen wegen der hohen Schuldenlast aber rote Zahlen.

Von

rtr

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