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08.06.2011

11:22 Uhr

MDax gegen Dax

Die Krise ist vorbei – die Rally auch

VonJörg Hackhausen

Die Kleinen schlagen die Großen - der MDax lässt den Dax alt aussehen. Unternehmen wie Pro Sieben Sat 1 oder Hugo Boss bescheren den Anlegern sagenhafte Gewinne. Aber wie lange bleibt das noch so?

Händler an der Börse: Die beste Zeit, um Geld zu verdienen, ist nicht, wenn die Konjunktur auf Hochtouren läuft. Quelle: dapd

Händler an der Börse: Die beste Zeit, um Geld zu verdienen, ist nicht, wenn die Konjunktur auf Hochtouren läuft.

DüsseldorfWer mitten in der Finanzkrise den Mut hatte, in den deutschen Mittelstand zu investieren, hat das Geschäft seines Lebens gemacht: Seit dem Tief im März 2009 hat der MDax, der Aktienindex der mittelgroßen Unternehmen, rund 160 Prozent gewonnen. Der Dax hat im selben Zeitraum „nur“ 90 Prozent zugelegt.

Nicht wenige Experten meinen, dass der MDax in diesem Jahr einen neuen Rekord aufstellen wird. „Der MDax hält weiterhin Kurs in Richtung eines neuen Allzeithochs“, heißt es in einer Studie der DZ Bank. Aktuell liegt das Börsenbarometer bei 10.500 Punkten – bis zum im Juli 2007 erreichten Allzeithoch fehlen noch gut 1.000 Zähler.

Der MDax wird traditionell beherrscht von Firmen wie Tognum, Continental oder Wacker Chemie; Maschinenbauer, Autozulieferer und Chemiefirmen, die stark vom Konjunkturzyklus abhängig sind. Im Börsenjargon werden sie deshalb auch Zykliker genannt.

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Dax oder MDax – wer ist der stärkere? Beim Blick auf die Entwicklung seit dem Börsentief im Frühjahr 2009 ist die Antwort klar: Nebenwerte schlagen Blue Chips. Welche MDax-Aktien die beste Performance hingelegt haben.

Zykliker sind anfälliger als Schwergewichte aus dem Dax wie Telekom, RWE oder Siemens. Sie haben die Finanzkrise heftiger zu spüren bekommen, sie mussten um jeden Kredit bangen und härter sparen, um wieder aus der Krise zu kommen. Jetzt zieht die Konjunktur wieder an und davon profitieren die Zykliker besonders, weil Maschinen made in Germany in China so begehrt sind. „Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von marktführenden Unternehmen, die von der Nachfrage aus den Schwellenländern profitieren“, meint Frank Hansen, Leiter für europäische Nebenwerte bei Allianz Global Investors. Zu seinen Favoriten zählen Gea, Fuchs Petrolub oder Hugo Boss.

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