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20.06.2014

11:29 Uhr

Mehrländer-Börse

Euronext von ICE abgespalten

Losgelöst von dem Börsenbetreiber Intercontinental Exchange: Euronext ist durch 845 Millionen Euro von der ICE abgespalten und hat große Pläne: Jetzt will der Handelsplatzbetreiber selbst an die Börse gehen.

Der Börsenbetreiber Euronext wurde von der Intercontinental Exchange losgelöst. Der Handel der Euronext-Aktie beginnt an diesem Freitag. AFP

Der Börsenbetreiber Euronext wurde von der Intercontinental Exchange losgelöst. Der Handel der Euronext-Aktie beginnt an diesem Freitag.

Der europäische Börsenbetreiber Euronext NV, dessen Wurzeln im 17. Jahrhundert liegen, wurde im Zuge eines 845 Millionen Euro schweren Börsengangs von der Intercontinental Exchange Inc. losgelöst.

Die Aktien der Euronext, die Handelsplätze in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Portugal betreibt, wurden für jeweils 20 Euro verkauft, wie am späten Donnerstag aus einer Mitteilung hervorging.

Damit lag der Ausgabepreis für die 42,2 Millionen Aktien – ohne Berücksichtigung der Aktienzuteilung an die Konsortialbanken – nahe dem unteren Ende der angekündigten IPO-Spanne von 19 Euro bis 25 Euro je Anteilsschein.

Der Handel der Euronext-Aktie an den Börsen in Paris, Amsterdam und Brüssel beginnt an diesem Freitag. Das Ticker-Symbol ist „ENX“.

Durch den Euronext-Börsengang wird der erste dies- und jenseits des Atlantiks tätige Börsenbetreiber nun aufgespalten. NYSE Group Inc., Besitzer der US-Börse New York Stock Exchange, hatte die in Paris ansässige Euronext 2007 erworben, benannte sich dann in NYSE Euronext um und wurde sieben Monate später an die in Atlanta beheimatete ICE verkauft.

Euronext steht am paneuropäischen Markt im Wettbewerb mit Bats Chi-X Europe, London Stock Exchange Group Plc und Deutsche Börse AG.

Der Börsengang folgte auf eine frühere Vereinbarung mit einer Gruppe institutioneller Investoren wie ABN Amro Group NV und BNP Paribas, 33 Prozent an den Aktien von Euronext mit vier Prozent Abschlag zum finalen IPO-Preis zu kaufen. Das kommt noch zu dem am Donnerstag verkauften Anteil von 60 Prozent hinzu.

Wenn die Konsortialbanken, darunter ABN Amro Bank, JPMorgan Chase & Co. und Société Générale SA, alle 4,2 Mio. Aktien im Rahmen der Mehrzuteilungsoption akzeptieren, wird sich die ICE ihres Anteils an Euronext komplett entledigt haben.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.06.2014, 13:42 Uhr

Für wieviele Mrd wollten die Fusionitis-Deppen der "Deutschen Börse" damals vor Jahren die Euronext erwerben (bzw. mit ihr "fusionieren")?

Auch interessant wäre es, wenn der Artikel sich darüber ausliese, wieviel die NYSE dann später dafür bezahlt hat.

Das alles wäre interessant im Zusammenhang mit dem jetzigen Preis - er würde nämlich zeigen, wie ungemein dumm die Ober-Manager von Aktienfirmen sind, was zukünftige Entwicklungen angeht bzw. einen angemessenen Preis für ein Unternehmen.

Derzeitig aktuelles Beispiel Siemens vs GE bezüglich Alstom.

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