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17.01.2011

09:59 Uhr

Meisterschafts-Spekulation

BVB-Aktie schießt erneut nach oben

Wer auf einen Einbruch von Borussia Dortmund in der Rückrunde spekuliert hatte, sah sich zumindest nach dem ersten Spieltag getäuscht. Im Gegenteil: Der BVB baute den Vorsprung auf die großen Rivalen weiter aus, Champions League und Meisterschaft rücken näher. Die Anleger treibt das in die Aktie. Doch Analysten warnen vor den Risiken.

Dortmunds Kevin Großkreutz beim Torjubel in Leverkusen. DAPD

Dortmunds Kevin Großkreutz beim Torjubel in Leverkusen.

HB DÜSSELDORF. Der erfolgreiche Start in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund (BVB) am Montag beflügelt. Die Aktien des Clubs stiegen zur Eröffnung um bis zu zwölf Prozent auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 3,07 Euro. Innerhalb der ersten 30 Handelsminuten wechselten mehr Papiere den Besitzer als an einem gesamten Durchschnittstag. Damit rangierte der BVB beim Aktienumsatz noch vor Dax-Konzernen wie Deutsche Telekom oder Eon.

Dortmund hatte am Samstag Bayer Leverkusen mit 3:1 besiegt. Dortmund führt nun mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem neuen Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga, Hannover 96. Bayer Leverkusen liegt jetzt 13 Punkte zurück, der Vorsprung auf Rekordmeister Bayern München liegt bereits bei 16 Punkten.

Damit sind die Chancen auf die Meisterschaft deutlich gestiegen. Vor allem aber wird es zunehmend unwahrscheinlicher, dass Dortmund in der kommenden Saison nicht in der Champions League spielen werden. Auf die Millioneneinnahmen aus der europäischen Königsklasse spekulieren Anleger seit Monaten. Dümpelte die BVB-Aktie zu Saisonbeginn im August noch um die Ein-Euro-Marke, verteuerte sie sich im November in der Spitze bis auf 3,69 Euro. Das Aus in der Europa League gegen Sevilla und die anschließende Niederlage in Frankfurt lösten allerdings massive Gewinnmitnahmen aus und sorgten so für einen heftigen Rückschlag bis auf 2,30 Euro.

Würde sich Dortmund direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren, könnte der Club im kommenden Jahr mit Mehreinnahmen in Höhe von rund 20 Millionen Euro rechnen. Weiteres Geld könnte der Transfer von Spielern in die Kasse spülen. Für Talente wie Kevin Großkreutz, Mario Götze oder Lucas Barrios würden europäische Top-Clubs Millionen hinblättern.

Analysten warnen allerdings, dass Anleger die einzige deutsche Fußball-Aktie nur mit Vorsicht genießen sollten. Zum einen sei viel Fantasie eingepreist, meint Sebastian Hein vom Bankhaus Lampe. Zudem macht die hohe Volatilität die Borussia-Aktie zwar für Spekulanten interessant, zum Vermögensaufbau für Privatpersonen dagegen ist das Papier aus diesem Grund eher ungeeignet - zumal es eine Dividende auf Jahre nicht geben dürfte.

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