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18.01.2006

13:19 Uhr

Merrill-Lynch-Umfrage

Profi-Anleger sind sehr optimistisch für Aktien

Internationale Vermögensverwalter kaufen kräftig Aktien, seit der Dezember-Bericht über die letzte Sitzung der US-Notenbank Fed als Signal für eine gemäßigtere Zinspolitik angesehen wird.

FRANKFURT. Nach der Umfrage der US-Bank Merrill Lynch unter führenden Fondsmanagern im Januar zeigen sich die Anleger so risikofreudig wie selten und haben ihre Liquiditätsquote auf einen nie gesehenes Niveau von durchschnittlich 3,5 Prozent gesenkt. Zwei Drittel der Befragten gewichten Aktien über, vor zwei Monaten taten dies 60 Prozent.

Für erstaunlich hält David Bowers, Chef Investmentstratege von Merrill Lynch, dass sich die Vermögensverwalter trotz Aktieneuphorie nicht optimistischer für das globale Wirtschaftswachstum zeigen. Ihre Erwartungen über Wachstum und Entwicklung der Firmengewinne haben sich in den vergangenen Monaten kaum verbessert. „Wenn es keine positiven Überraschungen beim Wachstum gibt, sind eine Menge guter Nachrichten bereits in den Aktienkursen enthalten“, sagt Bowers. „Da die institutionellen Anleger jetzt voll investiert sind, wer soll die Kurse nun noch weiter nach oben bringen?“

Die Ansichten über die Bewertung der Aktien driften unter den Investoren indes weiter auseinander. So halten noch 60 Prozent der Befragten Aktien für fair bewertet, vor zwei Monaten waren es zwei Drittel. Andererseits sehen wieder 27 Prozent der Anleger Dividendentitel als unterbewertet an, im November glaubte dies nur ein knappes Viertel.

Nach Regionen nimmt die Abneigung gegenüber US-Aktien ab. Umgekehrt sinkt die Begeisterung für Japan. Ihr Aktien-Übergewicht im Vergleich zu Börsenindizes in Japan sowie in Schwellenländern und der Eurozone wollen die Befragten aber beibehalten. Nach Sektoren mögen die Vermögensverwalter besonders Pharma-, Energie- und Technologietitel; sie meiden vor allem Versorger.

Wegen des erwarteten Ende des US-Zinserhöhungszyklusses hält nun eine Mehrheit der Investoren den US-Dollar für überbewertet. Besonders gegenüber dem Yen, den 63 Prozent der Befragten für unterbewertet halten, dürfte demnach der Dollar in diesem Jahr an Wert verlieren.

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