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20.06.2017

17:54 Uhr

Metallrecycler Befesa

Börsenkandidat lockt Finanzinvestoren an

Der Börsengang des deutsch-spanischen Metallrecyclers Befesa könnte noch vereitelt werden. Das Unternehmen soll ins Visier mehrerer Finanzinvestoren geraten sein. Eine Entscheidung könnte kommende Woche fallen.

Der Metallrecylcer Befesa hat Finanzinvestoren angelockt. AP

Metall-Recycling

Der Metallrecylcer Befesa hat Finanzinvestoren angelockt.

Frankfurt/LondonMehrere Finanzinvestoren zeigen Finanzkreisen zufolge Interesse am deutsch-spanischen Metallrecycler Befesa und könnten damit dessen Börsengang noch vereiteln. CVC, Blackstone und die Holding des britischen Investors Len Blavatnik, Access Industries, hätten unverbindliche Gebote für Befesa abgegeben, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen, in dem die ehemals an der Börse gelistete B.U.S. Berzelius aufgegangen war, werde dabei mit bis zu 1,4 Milliarden Euro bewertet.

Der Finanzinvestor Triton hatte Befesa 2013 für rund 1,1 Milliarden Euro einschließlich Schulden von der spanischen Abengoa gekauft. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg recycelt Stahlstaub aus der Stahlindustrie und Salzschlacken aus der Aluminiumbranche und hat damit in den vergangenen zwölf Monaten einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 150 Millionen Euro erwirtschaftet.

Triton treibt derzeit - wie bei Finanzinvestoren üblich - den Verkaufsprozess und einen Börsengang vor der Sommerpause parallel voran. Eine Grundsatzentscheidung dürfte bald fallen. Die offizielle Ankündigung der Emission an der Frankfurter Börse müsste in der nächsten Woche veröffentlicht werden, wenn Befesa den Sprung noch schaffen will, bevor die Investoren Mitte Juli in Urlaub gehen. Für beide Alternativen hat Triton die Investmentbanken Citi und Goldman Sachs angeheuert. Sie bereiten Insidern zufolge Kreditpakete von bis zu einer Milliarde Euro vor, die den Finanzinvestoren eine Übernahme erleichtern sollen. Triton und die genannten Beteiligungsfirmen wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

Von

rtr

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