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02.07.2014

02:47 Uhr

Milliarden-Börsengang

ING bringt mehr Aktien seines Versicherers an die Börse

Einer der größten Börsengänge des Jahres ist noch größer geworden. Der Finanzkonzern ING hat die Zahl der Aktien seiner Versicherungssparte um zehn Prozent erhöht – und gab den Preis der Aktie bekannt.

Mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro ist der Börsengang einer der größten in Europa dieses Jahr. Reuters

Mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro ist der Börsengang einer der größten in Europa dieses Jahr.

BangaloreDer niederländische Finanzkonzern ING bringt mehr Aktien seiner Versicherungssparte NN Group an die Börse als zunächst geplant. Die Zahl der Anteilsscheine für die Neuemission sei um zehn Prozent auf 77 Millionen erhöht worden, teilte ING am Dienstag mit. Hintergrund sei die hohe Nachfrage von Investoren. Die Aktien sollen erstmals am Mittwoch in Amsterdam gehandelt werden.

ING gab nach Börsenschluss den Ausgabepreis mit 20 Euro pro Aktie bekannt. Als Preisspanne waren zuvor 19,50 bis 20,50 Euro je Aktie genannt worden. Der IPO hat damit ein Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro und ist somit einer der größten in Europa in diesem Jahr.

Versicherer in Europa

Europa

Zahl der Unternehmen: 5078 (in 2008)

Beschäftigte: 956 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 1104 Milliarden Euro

Daten aus 2010

Deutschland

Zahl der Unternehmen: 582

Beschäftigte: 216 400

Bruttoprämien: 179 Milliarden Euro

Frankreich

Zahl der Unternehmen: 441

Beschäftigte: 147 400

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Italien

Zahl der Unternehmen: 242

Beschäftigte: 47 185

Bruttoprämien: 126 Milliarden Euro

Großbritannien

Zahl der Unternehmen: 1314

Beschäftigte: 117 000 (in 2009)

Bruttoprämien: 207 Milliarden Euro

Niederlande

Zahl der Unternehmen: 268

Beschäftigte: 57 000

Bruttoprämien: 78 Milliarden Euro

Belgien

Zahl der Unternehmen: 145

Beschäftigte: 23 727

Bruttoprämien: 29 Milliarden Euro

Schweiz

Zahl der Unternehmen: 151

Beschäftigte: 45 659

Bruttoprämien: 40 Milliarden Euro

Spanien

Zahl der Unternehmen: 292

Beschäftigte: 47 779 (in 2009)

Bruttoprämien: 57 Milliarden Euro

Dänemark

Zahl der Unternehmen: 184

Beschäftigte: 16 773

Bruttoprämien: 21 Milliarden Euro

Schweden

Zahl der Unternehmen: 386

Beschäftigte: 20 414

Bruttoprämien: 28 Milliarden Euro

Zugleich rückt damit ein Ende der Schrumpfkur näher, die ING im Zuge der zehn Milliarden Euro schweren Staatshilfe während der Finanzkrise auferlegt wurde. ING gibt im Gegenzug für die Staatshilfen das Modell eines kombinierten Bank- und Versicherungskonzerns auf. NN Group gehörte bislang zu den Hauptgeschäftsfeldern. Operativ verdiente die Sparte im vergangenen Jahr 905 Millionen Euro. Zuletzt stockte der Finanzkonzern die Kapitalbasis der Versicherungstochter mit 850 Millionen Euro auf.

2013 hatten die Niederländer, die in Deutschland mit der Direktbank ING-Diba vertreten sind, bereits die US-Versicherungssparte Voya Financial erfolgreich in den USA an die Börse gebracht. Zuletzt setzten ING aber hohe Kreditausfälle zu. Der bereinigte Überschuss fiel im ersten Quartal um 15 Prozent auf 988 Millionen Euro.

Von

rtr

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