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27.01.2011

13:24 Uhr

Milliarden-Emission

Glencore-Börsengang rückt näher

Der Rohstoffkonzern Glencore ist ein verschwiegener Riese. Doch das könnte sich ändern. Die Anzeichen verdichten sich, dass das Unternehmen einen milliardenschweren Börsengang plant.

Glencore-Aktien könnten an der Börse Hongkong (Foto) und in London notiert werden. Quelle: EPA

Glencore-Aktien könnten an der Börse Hongkong (Foto) und in London notiert werden.

ZürichDie Spekulationen über einen milliardenschweren Börsengang des weltgrößten Rohstoffkonzerns Glencore werden täglich heißer: Seit dieser Woche zeigen sich Bergbau-Analysten davon überzeugt, dass der verschwiegene Konzern im April den entscheidenden Schritt wagen und seine Aktien an den Börsen von Hongkong und London handeln lassen wird.

Schon länger wird dem Rohstoff-Riesen mit Sitz im steuergünstigen Schweizer Kanton Zug nachgesagt, er strebe an den Aktienmarkt. Nach Schätzungen von Analysten von Librum Capital ist der Konzern, der neben Öl, Kupfer und Aluminium auch mit Weizen und anderen Rohstoffen handelt, rund 60 Milliarden Dollar wert.

Bankenkreise gehen davon aus, dass der von dem legendären, inzwischen 76 Jahre alten Rohstoffhändler Marc Rich gegründete Konzern nur einen Teilbörsengang ins Auge fasst. Aber auch dann wären es je nach Quelle und Schätzung immer noch sieben bis acht oder gar mehr als zehn Milliarden Dollar, die Glencore an den Börsen einsammeln könnte.

Im ersten Halbjahr 2010 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 70 Milliarden Dollar einen Bruttogewinn (EBITDA) von 2,63 Milliarden Dollar. Der Konzern ist größer
als beispielsweise Nestle. Besitzer sind bisher die Manager.

Auch Firmengründer Marc Rich, obwohl vor Jahren im Streit mit seinem Management ausgeschieden, macht Werbung für seine alte Firma. Es seien die besten Leute der Branche, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des Schweizer Magazins „Weltwoche“. Er werde Glencore-Aktien kaufen. Ideal sei der Börsengang in dem verschwiegenen Rohstoffgeschäft aber nicht, erklärte er weiter. Aber „vermutlich hat Glencore gar keine andere Wahl“. Mit frischem Geld lasse sich Wachstum finanzieren und für Manager sei es leichter, sich auszahlen zu lassen.

Von

rtr

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