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23.06.2014

19:12 Uhr

Möbelkonzern

Steinhoff will im Herbst an die Börse

Der Eigentümer von „Poco“ und „Kika“, der Möbelkonzern Steinhoff, will im Herbst in Frankfurt aufs Parkett. Das Unternehmen ist auch in Südafrika an der Börse gelistet – mit einem Wert von rund acht Milliarden Euro.

Hierzulande ist Steinhoff vor allem für seine „Poco“-Märkte bekannt. PR

Hierzulande ist Steinhoff vor allem für seine „Poco“-Märkte bekannt.

Frankfurt/JohannesburgDer deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff macht seine Pläne für einen Börsengang in Frankfurt offiziell. Sobald die Geschäftszahlen für das laufende Geschäftsjahr (zum 30. Juni) vorlägen, also Anfang September, sollten die Vorbereitungen für das Listing an der Frankfurter Börse beginnen, teilte Steinhoff am Montag in Johannesburg mit. Zugleich soll der Firmensitz nach Deutschland zurückverlagert werden. Das ursprünglich aus Westerstede bei Bremen stammende Unternehmen ist seit 1998 an der südafrikanischen Börse dort gelistet – mit einem Börsenwert von rund acht Milliarden Euro.

Bekannt ist Steinhoff hierzulande vor allem für seine Poco-Möbelhäuser. In Österreich hatte Steinhoff 2013 die Möbelketten Kika und Lainer gekauft, auch in Frankreich und Großbritannien ist der Konzern vertreten. In Südafrika hält er die Mehrheit am Möbelhändler JD Group.

Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Die Börsennotierung in Johannesburg soll neben dem Listing im Frankfurter Prime Standard bestehen bleiben. Die Struktur des geplanten zweiten Börsengangs ließ Steinhoff in der Mitteilung offen. Branchenkenner rechnen aber mit einer Milliarden-Transaktion. In Medienberichten war anfänglich davon die Rede, dass Steinhoff nur die Europa-Tochter an die Frankfurter Börse bringen wolle. Mit dem Erlös wolle Steinhoff die Entschuldung vorantreiben und sich Mittel für die Expansion beschaffen. Begleitet wird Steinhoff laut Finanzkreisen unter anderem von der Commerzbank und Barclays. Die Institute wollten sich dazu nicht äußern. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 setzte Steinhoff umgerechnet rund 6,2 Milliarden Dollar um.

Im Vorgriff auf den Börsengang in Frankfurt will Steinhoff die Beteiligung an seinem Industrie-Geschäft in Südafrika auf 45 von fast 62 Prozent reduzieren. Die Aktien an der KAP Industrial Holdings sollen am Dienstag bei Investoren platziert werden. Die ebenfalls börsennotierte KAP ist in der Logistik, im Personentransport, der Forstwirtschaft sowie als Autozulieferer und Schuhhersteller aktiv. Mit dem Rückzug dort wolle Steinhoff sich als „fokussierter Einzelhändler“ positionieren, hieß es zur Begründung.

Von

rtr

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