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06.05.2016

14:33 Uhr

Moneta

GE-Banktochter legt bei Börsendebüt in Prag zu

Der US-Konzern General Electric will sich in mehreren Ländern von seiner jeweiligen Finanzsparte trennen. In Prag hat die tschechische Banktochter Moneta über Ausgabepreis debütiert.

Der US-Konzern verkaufte 51 Prozent der Moneta-Anteile zum Preis von jeweils 68 Kronen. AP

General Electric

Der US-Konzern verkaufte 51 Prozent der Moneta-Anteile zum Preis von jeweils 68 Kronen.

FrankfurtBeim größten Börsengang in Tschechien seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 hat Moneta am Freitag über Ausgabepreis debütiert. Die Aktien der früheren GE Money Bank stiegen an der Prager Börse um bis zu 5,1 Prozent auf 71,45 Kronen.

Der US-Konzern General Electric (GE) verkaufte 51 Prozent der Moneta-Anteile zum Preis von jeweils 68 Kronen. Damit wird das sechstgrößte Geldhaus Tschechiens mit umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro bewertet. Angeboten hatte GE die Papiere ihrer tschechischen Bank-Tochter in einer Spanne von 68 bis 70 Kronen je Aktie. Der US-Konzern will sich auch in anderen Ländern von seiner jeweiligen Finanzsparte trennen.

So läuft ein Börsengang ab

1. Auswahl einer Emissionsbank

Hat sich die Führungsebene eines Unternehmens zu einem Börsengang entschlossen, sind diverse Vorbereitungen zu treffen. Zunächst müssen Gespräche mit Banken geführt werden, um einen geeigneten Partner bei der Durchführung des IPO zu finden. Im weiteren Verlauf wird in der Regel eine der Banken zum Konsortialführer bestimmt, oftmals gehören dem Konsortium weitere Banken an, die an der Emission ebenfalls beteiligt werden.

2. Durchführung einer Unternehmensanalyse

Um die geplante Gesellschaft zu analysieren, wird eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt. In deren Verlauf wird der Unternehmenswert ermittelt. Die Analyse mündet in der Formulierung eines rechtlich verbindlichen Börsenprospektes, der Voraussetzung für den Handel an der Börse ist.

3. Roadshow

Im Rahmen einer so genannten Roadshow wirbt das Unternehmen auf Basis des Börsenprospektes Investoren für den eigenen Börsengang. Dabei werden die Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel einer Roadshow ist es darüber hinaus, das potenzielle Interesse an den Aktien des eigenen Unternehmens auszuloten.

4. Festlegen eines Emissionspreises

Nach der Roadshow legen die Konsortialbanken eine ihrer Meinung nach angemessene Preisspanne fest, in deren Rahmen die Unternehmensaktien gezeichnet werden sollten. Der Emissionspreis liegt gemeinhin im Rahmen dieser so genannten Bookbuildingspanne und wird in Folge festgelegt. Alternativ kann die Gesellschaft auch einen Festpreis bestimmen.

5. Zuteilung der Aktien

Nach Festlegung des Emissionspreises können die Anteilsscheine den Investoren zugeteilt werden. Dabei werden die Aktien öffentlich zur Zeichnung angeboten. Während dieser vorher festgelegten Zeichnungsfrist legen sich potenzielle Anleger auf eine bestimmte Stückzahl fest. Ist die Nachfrage nach Aktien größer als das Angebot, spricht man davon, dass der Börsengang "überzeichnet" ist. Dann wird bestimmt, wie die Anteilsscheine zugeteilt werden.

6. Erstnotiz

Nach erfolgreicher Zuteilung der Aktien werden die Papiere erstmals an den Börsenparketts gehandelt. Dabei wird ein erster Kurs festgestellt, die so genannte Erstnotiz. Von diesem ersten Börsenkurs ist abhängig, ob die Investoren – in Abhängigkeit von dem gezahlten Emissionspreis – Zeichnungsgewinne oder -verluste einfahren.

7. Regulärer Handel an der Börse

Die Anteilsscheine können nun regulär am Kapitalmarkt gehandelt werden. Allgemeine Informationen zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren können Sie zum Beispiel hier einsehen.

Quelle

Den Analysten der Ceska Sporitelna Bank zufolge ist Moneta beim aktuellen Kurs im Vergleich zum anderen börsennotierten Geldhaus des Landes, der Societe Generale -Tochter Komercni Banka unterbewertet. Deren Aktien notierten am Freitag 0,2 Prozent fester.

Von

rtr

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