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31.07.2013

15:48 Uhr

Nach Absturz

Aktien von K+S setzen Talfahrt fort

Schon der Dienstag war ein Katastrophentag für die Aktien von K+S. Doch der Abwärtstrend des Salzherstellers und Dax-Wertes ist noch nicht beendet. Dabei hat das Papier bereits mehr als 20 Prozent verloren.

Das Logo des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S in Kassel (Hessen): Die Aktie trudelt dahin. dpa

Das Logo des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S in Kassel (Hessen): Die Aktie trudelt dahin.

FrankfurtDie Aktien von K+S haben am Mittwochnachmittag ihre Talfahrt vom Vortag fortgesetzt und die rote Laterne im Dax übernommen. Die Papiere des Kali- und Salzherstellers verloren nach einer ganzen Flut von negativen Analystenkommentaren in der Spitze 11,3 Prozent auf 17,95 Euro, womit so niedrig wie zuletzt Mitte März 2007 notierten. In den vergangenen zwei Handelstagen haben die Papiere damit mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Die Entscheidung des russischen Herstellers Uralkali, aus dem weltgrößten Exportverbund BPC auszutreten, habe die Welt des Kali-Geschäfts verändert, urteilte Commerzbank-Analyst Lutz Grueten. Die alte Regel, dass bei dem Rohstoff der Preis vor der Menge der Förderung gehe, gelte nicht mehr. Basierend auf der Annahme, dass die Kalipreise langfristig auf 300 Dollar je Tonne fallen könnten, rechne er mit einem um 84 Prozent geringeren Gewinn pro Aktie. Grueten senkte sein Kursziel für die Papiere auf 14 Euro mit der Einschätzung „reduce“. Die Analysten von Bank of America/Merrill Lynch hatten zuvor schon ihr Kursziel auf 13 Euro halbiert.

Von

rtr

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

31.07.2013, 16:40 Uhr

Irgendwann müssen auch Leerverkäufe beglichen werden....da helfe ich gerne aus.

Jedenfalls wurden innerhalb weniger Wochen über 3 Milliarden € Wert vernichtet (treu-doofer Anleger) und irgendwo anders gewonnen (hedge-fonds).

Zinseszins

31.07.2013, 17:05 Uhr

Dass K + S ist ein Massengüterunternehmen mit entsprechendem Preisrisiko bei seinen "Produkten". Ich hatte mich erst vor vier Wochen gegen einen Kauf entschieden.

Der_ewige_Spekulant

31.07.2013, 18:48 Uhr

Dass Uralkali aus der Allianz u.a. mit K&S ausgestiegen ist und nun auf Preiskrieg setzt, könnte ein Hinweis darauf sein,
dass die Tage von K&S gezählt sein könnten.

Denn Uralkali würde nur dann einen Preiskrieg in Kauf nehmen, wenn sie wüssten, dass ein Wettbewerber bald vom Markt verschwindet und Uralkali höhere Preise durchsetzen kann.

Russland ist bekanntlich der WTO beigetreten. So lange Uralkali keinen unlauteren Wettbewerb betreibt, müssen die Zielmärkte von K&S die russischen Produkte akzeptieren. Dann dauert es vielleicht 3-5 Jahre und K&S ist raus aus dem Markt. Siehe hierzu die deutschen Photovoltaik-Hersteller.


Mit anderen Worten: In K&S würde ich jetzt keinen Cent investieren. Wenn, dann in Uralkali.

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