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11.12.2014

15:09 Uhr

Nach Ankündigung der Kapitalerhöhung

Anleger drücken Fiat Chrysler-Aktien

Die neuen Stammaktien kosten weniger als bisherige Papiere, gleichzeitig lockten äußerst attraktive Anleihen des Autobauers Fiat Chrysler die Anleger aus den bisherigen Engagements. Sie schicken den Kurs auf Talfahrt.

Sein Umbaukurs bedeutet für Fiar Chrysler bewegte Zeiten: CEO Sergio Marchionne, hier mit einem Ferrari. AFP

Sein Umbaukurs bedeutet für Fiar Chrysler bewegte Zeiten: CEO Sergio Marchionne, hier mit einem Ferrari.

Mailand/ FrankfurtLaufende Kapitalmaßnahmen haben die Aktien des Autokonzerns Fiat Chrysler (FCA) am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Die Papiere verloren an der Mailänder Börse bis zu 7,9 Prozent auf 9,04 Euro und waren damit größter Verlierer.

Händlern zufolge trennten sich Investoren von ihren Aktien, nachdem sie sich zuvor bei einer vom Konzern ausgegebenen Wandelanleihe bedient hatten. Die Anleihe, die Ende 2016 in Aktien umgetauscht werden muss, soll 2,5 Milliarden US-Dollar einbringen. Die Verzinsung lag bei satten 7,875 Prozent. Zusätzlich erhalten die Käufer Zugang zu Aktien der Sportwagen-Tochter Ferrari, die abgespalten und an die Börse gebracht werden soll.

Zudem bietet Fiat Chrysler 87 Millionen Stammaktien zu einem Preis von 8,80 Euro an - ein Abschlag zum Mailänder Schlusskurs des Vortages von zehn Prozent. Das habe Investoren dazu getrieben, sich von bestehenden Papieren zu trennen, um sich mit den neuen Titeln einzudecken, hieß es am Markt.

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Der weltweit siebtgrößte Auto-Produzent will mit den Kapitalmaßnahmen seine 48 Milliarden Euro teuren Expansionspläne finanzieren. Mit diesen soll der Rückstand auf den Weltmarktführer Toyota und den europäischen Branchenprimus Volkswagen verringert werden. Seit Verkündung der Pläne Ende Oktober hat die FCA-Aktie mehr als 40 Prozent zugelegt.

Von

rtr

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