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01.09.2016

12:56 Uhr

Nach Aufstieg in den Euro Stoxx 50

Droht der Adidas-Aktie ein Ende der Rally?

VonMichael Stahl, Jürgen Röder

Die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas hat in den vergangenen zwölf Monaten eine erstaunliche Rally hingelegt und wurde mit der Aufnahme in den Euro Stoxx 50 geadelt. Doch die Aussichten haben sich verschlechtert.

Die Adidas-Aktie steigt in den Leitindex der Eurozone, den Euro Stoxx 50, auf. Reuters

Adidas

Die Adidas-Aktie steigt in den Leitindex der Eurozone, den Euro Stoxx 50, auf.

New YorkSeit rund einem Jahr kennt die Adidas-Aktie nur eine Richtung: nach oben. Zwischen dem 1. September 2015 und dem 31. August 2016 haben sich die Anteilsscheine des weltweit zweitgrößten Sportartikel-Konzerns im Wert mehr als verdoppelt, von 65,55 auf 148,64 Euro. Kein anderer Dax-Wert hat in diesem Zeitraum eine bessere Performance hingelegt.

Die Rekordfahrt der Adidas-Aktie beschert dem Konzern nun einen Aufstieg in den Leitindex der Eurozone, den Euro Stoxx 50. Das teilte am Mittwochabend die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx mit. Im Euro Stoxx 50 sind die 50 wichtigsten börsennotierten Unternehmen der Eurozone gelistet. Der Index gilt damit als Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung der Währungsunion. Wichtig sind die Umstellungen in den Indizes vor allem für Fonds, die Indizes nachbilden, da diese die Änderungen entsprechend berücksichtigen müssen. Das hat in der Regel kurzfristigen Einfluss auf die Aktienkurse.

Doch für die Mehrheit der Analysten hat die Aktie kein Kurspotenzial mehr - im Gegenteil. Die Zahl der Analysten sinkt, die noch die Aktie zum Kauf empfehlen. Laut dem Handelsblatt Analystencheck stehen 23 Kaufempfehlungen 24 neutrale Einschätzungen und vier Ratschläge gegenüber, die für einen Verkauf des Papiers sind.

Die Privatbank Berenberg hat am 11. August beispielsweise das Kursziel für Adidas von 98 auf 140 Euro angehoben, die Einstufung aber auf „Halten“ belassen. Die rekordhohen Aktien preisten derzeit viele Erwartungen ein, und die Bewertung lasse keinen Spielraum mehr für mögliche Enttäuschungen, schrieb Analystin Zuzanna Pusz in einer Studie.

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