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23.05.2011

19:20 Uhr

Nach Linkedin-Erfolg

Internet-Firmen könnten Wall Street stürmen

VonAstrid Dörner, Bernd Kupilas, Finn Mayer-Kuckuk, Christian Schnell

Linkedin hat es mit einem fulminanten Start vorgemacht, weitere könnten bald folgen. Denn ein Börsengang verspricht Internet-Unternehmen frisches Kapital. Doch Experten warnen: Der große Ansturm wartet nicht auf jeden.

Homepage von Linkedin: Internet-Startups könnten dem Beispiel folgen. Quelle: Reuters

Homepage von Linkedin: Internet-Startups könnten dem Beispiel folgen.

New YorkNach dem erfolgreichen Börsenstart der Linkedin-Aktie erwartet die Wall Street einen regelrechten Ansturm auf die nächsten Börsenkandidaten aus der Szene der neuen Internet-Stars –und noch mehr Börsengänge von Internet-Startups, die so zu frischem Kapital kommen wollen. „Wir wussten, dass das ein heißer Börsenstart wird“, sagt Paul Bard von Renaissance Capital in einem Interview mit Bloomberg TV, „und das zeigt uns: Es gibt einen enormen Appetit auf die Internet-Unternehmen der nächsten Generation.“

Linkedin war am vergangenen Donnerstag mit 45 Dollar in den Handel gestartet und hatte den Ausgabekurs schon am ersten Tag auf 94 Dollar mehr als verdoppelt. Kritiker warnen angesichts der exorbitanten Bewertung des Karriere-Netzwerks vor einer neuen Internet-Blase an den Finanzmärkten. „Nicht alle von diesen Unternehmen können Gewinner sein“, sagt Anna Dopkin vom Vermögensverwalter T. Rowe Price, der unter anderem in das Freunde-Netzwerk Facebook investiert ist.

Linkedin war das erste große soziale Netzwerk, das an die Börse gegangen ist. Die nächsten heißen Kandidaten sind Facebook, der Gruppenrabatt-Händler Groupon und der Kurznachrichtendienst Twitter. Der Wert von Facebook wird derzeit auf gut 70 Milliarden Dollar geschätzt.

Kleine Firmen streben an die Börse

Der raketenhafte Start der Linkedin-Aktie dürfte auch der Startschuss sein für eine neue Welle von Börsengängen kleiner Tech-Firmen, die von Wagniskapitalgebern aufgepäppelt wurden und jetzt an der Börse Geld einspielen sollen. „Wir werden mehr Unternehmen sehen, die an die Börse gehen, um auf dieser Welle des Interesses Geld einzuspielen“, sagt Paul Bard. Firmen mit Wagniskapitalgebern haben in den USA schon im ersten Quartal knapp 1,4 Milliarden Dollar über Börsengänge einspielt – ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

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