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05.04.2012

10:35 Uhr

Nach Nachtflugverbot

Fraport und Lufthansa verdauen Schock

Kurz nachdem das Nachtflugverbot bestätigt wurde, fielen die Kurse von Lufthansa- und Fraport-Aktien. Nun haben sie sich von dem Schock wieder leicht erholt. Doch es reichte nicht, um die Verluste wieder wettzumachen.

Die Skyline von Frankfurt: Das Nachtflugverbot hat vor allem den Lufthansa-Aktien Verluste beschert. Reuters

Die Skyline von Frankfurt: Das Nachtflugverbot hat vor allem den Lufthansa-Aktien Verluste beschert.

FrankfurtDas Nachtflugverbot ist gerichtlich bestätigt - und hatte den Aktien von Lufthansa und Fraport am Mittwoch deutliche Verluste beschert. Am Donnerstag sind beide Papiere jedoch wieder mit Kursgewinn in den Handel gestartet. Allerdings holten Lufthansa mit einem Plus von bis zu 2,5 Prozent auf 10,32 Euro nur einen kleinen Teil der Vortagesverluste auf. Am Mittwoch hatten die Papiere 4,6 Prozent eingebüßt, womit sie die größten Verlierer im Dax waren.

Die im MDax notierten Fraport-Titel legten bis zu 2,9 Prozent auf 47,87 Euro zu, nachdem sie am Vortag drei Prozent verloren hatten. Beide Werte gaben im Verlauf wieder nach. Die Einschätzungen über die Folgen des Nachtflugverbotes gehen für die beiden Unternehmen auseinander. Für Fraport sieht Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher positive Folgen: „Das Urteil von Leipzig gestern hat hinsichtlich der Nachtflüge einige Unsicherheit beseitigt.“ Zudem würden in der Nacht im Vergleich zur täglichen Kapazität ohnehin nur wenige Flüge abgewickelt.

Auch sei das Nachtflugverbot nicht wie befürchtet ausgeweitet worden. Equinet stufte Fraport herauf auf „accumulate“ von „hold“ und erhöhte das Kursziel um drei auf 53 Euro. Lufthansa-Aktien ließ Equinet unverändert bei „hold“. Vor allem die Cargo-Tochter dürfte unter dem Nachtflugverbot leiden und das Betriebsergebnis belasten. Laut Lufthansa kostet die Tochter das Nachtflugverbot im Jahr 40 Millionen Euro Gewinn. Das sei mehr, als er erwartet habe, erklärte Rothenbacher.

Von

rtr

Kommentare (1)

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bjarki

06.04.2012, 02:19 Uhr

...Lufthansa wird den Schock "verdauen" durch Standortwechsel. Fraport nicht. Das Nachtflugverbot wird Pilotcharakter haben für irrwitzige Reglementierungen von verblendeten Deutschen, die unbedingt in die Bedeutungslosigkeit wollen. Der Wunsch wird Realität !

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