Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2014

17:58 Uhr

Nach Rekordzahlen

Apple bricht ein – Icahn kauft nach

Apple legt Rekordzahlen vor – und kann die Erwartungen doch nicht erfüllen. Die Aktie rutscht tief ins Minus. Das lockt Schnäppchenjäger an. Ein Investor nimmt eine halbe Milliarde in die Hand, um Anteile zu kaufen.

US-Investor Icahn nutzt Apple-Kurseinbruch für Zukäufe. ap

US-Investor Icahn nutzt Apple-Kurseinbruch für Zukäufe.

CupertinoDer streitlustige US-Investor Carl Icahn hat seinen Anteil an Apple aufgestockt. Er nutzte am Dienstag den Kurssturz nach der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen. „Habe gerade Apple-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar gekauft“, schrieb Icahn beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Am Dienstag fiel die Aktie in New York um acht Prozent. Anleger waren unzufrieden mit den iPhone-Verkäufen zu Weihnachten und dem ihrer Meinung nach zu schwachen Ausblick des Konzerns.

Allerdings gehörte Icahn gleichzeitig zu den Opfern des Kurseinbruchs. Er hatte erst in der vergangenen Woche seinen Apple-Anteil kräftig ausgebaut und von einem Gesamtwert von 3,6 Milliarden Dollar berichtet. Icahn nennt sein Apple-Investment einen „no brainer“ - es sei keine Frage, bei diesem Kurs müsse man einfach Aktien. Gleichzeitig verlangt Icahn von der Apple-Führung, den laufenden Aktienrückkauf aufzustocken - solche Maßnahmen treibt gewöhnlich den Kurs.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Nach dem unglaublichen Lauf von Apple in den Vorjahren ist an der Börse Ernüchterung eingekehrt. Der Konzern hat zwar seine Erfolgsprodukte immer weiter verfeinert und verdient damit Milliarden. Der Geldberg der Firma, die Mitte der 90er Jahre vor dem Ruin stand, wuchs inzwischen auf 158,8 Milliarden Dollar an. Doch die Anleger erwarten den nächsten großen Wurf - ein Gerät, das die Branche genauso durcheinander wirbelt wie dies 1984 der Mac-Computer tat, 2001 der Musikspieler iPod, 2007 das iPhone und 2010 der Tablet-Computer iPad.

Aber Apple ließ sich wie in der Vergangenheit Zeit mit dem nächsten neuen Produkt. Kein einfach zu bedienender Multimedia-Fernseher, über den jahrelang spekuliert wurde, auch die zuletzt erwartete Computer-Uhr ist noch nicht da. Dieses Jahr soll es allerdings soweit sein - und Analysten rangen Konzernchef Tim Cook in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Quartalszahlen eine wortkarge Bestätigung ab, dass es auch dabei bleibt. „Ja, absolut“, gab Cook zu Protokoll - und die Audienz war beendet.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×