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17.12.2013

11:45 Uhr

Neue Aktien

Nur wenige Börsengänge in Deutschland

An der Frankfurter Börse sind 2013 nur sieben Unternehmen neu eingestiegen. Auch für das kommende Jahr soll der große internationale Neuemissions-Boom an Deutschland vorübergehen.

Für junge Unternehmen gibt es attraktivere Orte um an die Börse zu gehen als Frankfurt. dpa

Für junge Unternehmen gibt es attraktivere Orte um an die Börse zu gehen als Frankfurt.

FrankfurtDie erwartete weltweite Welle von Börsengängen wird Experten zufolge an Deutschland vorbeigehen. „Bis zu 10, maximal 15 Börsengänge” erwartet Martin Steinbach, der sich für die Unternehmensberatungsgesellschaft Ernst & Young (EY) mit Neuemissionen beschäftigt, für das kommende Jahr. Weltweit geht EY dagegen allein im ersten Quartal von 250 bis 300 Börsengängen in einem Volumen von 35 bis 45 Milliarden Dollar (umgerechnet 25 bis 32 Milliarden Euro) aus.

Im ganzen Jahr 2013 wurden nach Daten von EY 864 Unternehmen an die Börse gebracht nach 837 im vergangenen Jahr. Im laufenden Jahr zeichneten Anleger Aktien für 163 Milliarden Dollar, 27 Prozent mehr als 2012. Allein in den USA schafften dieses Jahr 222 Firmen den Sprung an die Börse.

In Deutschland gab es dagegen das ganze Jahr über nur sieben Börsengänge, wobei nur fünf Unternehmen erstmals Aktien verkauften. Mit einem Platzierungsvolumen von 2,5 Milliarden Euro sei 2013 dennoch das beste Emissionsjahr seit 2007 gewesen, so EY. Damals brauchte es allerdings 68 Börsengänge, um 7,85 Milliarden Euro zu erlösen. Das erste Initial Public Offering (IPO) 2013, das des Wohnimmobilienkonzerns LEG, war mit einem Volumen von 1,17 Milliarden Euro das drittgrößte in Europa nach der britischen Royal Mail (2,3 Milliarden Euro) und dem ebenfalls an die Londoner Börse gebrachten Unterhaltungskonzern Merlin Entertainment (rund 1,25 Milliarden Euro).

Insgesamt gab es in Europa acht Börsengänge mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Dollar, doppelt so viele wie 2012. „Kleinere IPOs haben es nach wie vor schwer, sich im Wettbewerb um Kapital zu positionieren”, sagte Steinbach am Dienstag. Investoren schauten derzeit vor allem auf Größe und Markennamen.

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