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05.05.2014

13:49 Uhr

Neue Prognose

US-Aktien droht Absturz von elf Prozent

In den vergangenen Jahren waren die Kurse an den Börsen kontinuierlich gestiegen. Jetzt könnte die Trendwende unmittelbar bevorstehen. Laut dem Analysten Tom DeMark werden die US-Märkte ab dieser Woche fallen.

Ist die Rally bald vorbei? Börsenhändler an der Wall Street. AFP

Ist die Rally bald vorbei? Börsenhändler an der Wall Street.

New YorkNach den Rekordständen in der vergangenen Woche häufen sich die negativen Prognosen. US-Aktien könnten nach Einschätzung von Tom DeMark ab dieser Woche um elf Prozent fallen - sollten sich einige Kurs-Muster als wahr herausstellen. DeMark ist unter anderem für einige Indikatoren bekannt, die eine Trendumkehr an den Aktienmärkten anzeigen sollen.

Seiner Meinung nach wird der US-Aktienleitindex Standard & Poor's 500 sein Hoch erreicht haben, wenn er einmal oder zweimal über 1891 Punkten schließt - ohne im vorangegangenen Intraday- Handel auf 1884 Zähler zurückgefallen zu sein, wie er in einem Interview mit Bloomberg News erklärte. Am letzten Freitag schloss das Börsenbarometer bei 1881 Punkten.

Für den Dow Jones Industrial Average prognostiziert DeMark einen Rückgang, falls folgendes passiert: ein Schlussstand über 16.581 Punkten, begleitet von einem vorangegangenen Intraday- Hoch oberhalb 16.661 Zählern. Den vergangenen Freitag hatte der Index bei 16.513 Punkten beendet.

In den vergangenen fünf Jahren waren die Kurse an den Börsen nach oben geschnellt. Dahinter standen Rekordergebnisse von Unternehmen, aber auch drei Runden an Konjunkturmaßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve. Auch Jeremy Grantham, Chef-Investment-Stratege bei Grantham Mayo Van Otterloo, ist pessimistisch: Der Standard & Poor's 500 werde auf 2250 Punkte klettern und dann nach der nächsten US-Präsidentschaftswahl einbrechen.

Anlagetipps: So vermeiden Sie Pleiten

1. Streuen

Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.

2. Vorsicht vor Krediten

Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.

3. Weitere Meinungen

Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.

4. Lesen Sie Verträge

Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.

5. Risiko

Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.

6. Vor Ort prüfen

Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind

7. Baulicher Zustand

Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.

8. Spezialisierter Anwalt

Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.

9. Vorausschau

Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.

10. Kein Zeitdruck

Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.

11. Produkte, die Sie verstehen

Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.

12. Beratungsprotokoll

Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.

13. Schriftliche Bestätigung

Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.

14. Prospekte

Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.

15. Keine Telefonangebote

Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.

„Um die Wahl herum oder kurz danach wird die Marktblase zerplatzen - so, wie Blasen das immer tun. Dann geht es zurück auf den Trend-Wert bei etwa der Hälfte vom Höchststand oder sogar noch schlimmer“, schrieb der 75-Jährige am Donnerstag in seinem Quartalsbrief.

Im Jahr 2000 hatte Grantham richtigerweise prognostiziert, dass US-Aktien im folgenden Jahrzehnt zu Verlustbringern werden würden. Der S&P 500 verlor im Durchschnitt 1 Prozent pro Jahr in den zehn Jahren, die am 31. Dezember 2009 endeten. „Jeder, der in der Vergangenheit US-Aktien gekauft hat, als die Stimmung auf dem heute erhöhten Niveau war, hat im Schnitt Geld verloren“, erklärte Grantham.

Kommentare (5)

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05.05.2014, 14:38 Uhr

Warum bringen Sie solche Nachrichten?

Das ist unterste Schublade, was soll das?

Sind Sie sich nicht für solche Nachrichten zu schade?

Account gelöscht!

05.05.2014, 15:08 Uhr

Endlich mal ein Schwarzseher der etwas vom Handwerk "versteht". Ich werde auch noch meine schwarze Katze befragen.

Account gelöscht!

05.05.2014, 15:17 Uhr

"US-Aktien droht Absturz von elf Prozent"
Wenn der Hahn kraeht auf dem Mist aendert sich der Kurs oder er bleibt wie er ist.

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