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19.04.2006

14:00 Uhr

Neuemission

Dresdner Factoring will nach Börsengang expandieren

Der Finanzdienstleister Dresdner Factoring will mit dem Erlös aus dem für kommende Woche geplanten Börsengang weitere Niederlassungen eröffnen und damit in den Westen Deutschlands expandieren.

HB FRANKFURT. „Dresdner Factoring ist in der Vergangenheit stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Unser Ziel ist es, dies auch beizubehalten“, sagte Vertriebsvorstand Dietmar Strangfeld am Mittwoch in Frankfurt. Vorstandschef Klaus Sauer unterstellt für die Factoring-Branche, die von der zögernden Kreditvergabe der Banken an Mittelständler profitiere, ein jährliches Wachstum von 15 Prozent. Für Dresdner Factoring selbst hält Sauer 2006 ein Wachstum von mehr als 35 Prozent für möglich. 2005 steigerte der Börsenkandidat das Forderungsvolumen um 35 Prozent auf 108,7 Millionen Euro.

Der Börsenkandidat bietet bis zum 25. April insgesamt 1,586 Millionen Aktien in einer Spanne von 11,50 bis 13,00 Euro zur Zeichnung an. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf maximal 20,6 Millionen Euro, wovon etwa ein Drittel an die Altaktionäre geht. Die Erstnotiz im Geregelten Markt (General Standard) ist für den 26. April vorgesehen. Organisiert wird der Börsengang (IPO) von der Hypo-Vereinsbank (HVB).

Dresdner Factoring übernimmt Forderungen mittelständischer Unternehmen und schützt sie damit gegen das Ausfallrisiko. Dabei wickelt die 1999 gegründete Firma aus der sächsischen Hauptstadt auch die Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen für die Firmen ab. Sie ist bisher vor allem in Ostdeutschland vertreten.

Nach dem Börsengang und bei einer vollständigen Ausübung der Mehrzuteilungsoption von 155.000 Aktien befänden sich 56 Prozent der Unternehmensanteile im Streubesitz. Der Anteil der Oklahoma Vermögensverwaltungs GmbH, hinter der sich mehrere Privatinvestoren verbergen, werde dann auf 23,3 von 53,4 Prozent sinken.

Die 60 Mitarbeiter starke Dresdner Factoring setzte voriges Jahr 4,45 Millionen Euro um nach rund 3,29 Millionen 2004. Dabei kehrte die Firma mit einem Überschuss von 273.000 Euro in die Gewinnzone zurück, nachdem 2004 ein Verlust von 177.000 Euro zu Buche stand. Eine Dividende ist vorerst nicht geplant. „Wir sind eine Wachstumsstory“, sagte Sauer. Im Emissionsprospekt wird darauf hingewiesen, dass eine verschlechterte Konjunktur und eine damit verbundene Zunahme der Firmeninsolvenzen zu einer höheren Ausfallquote der Forderungen führen kann.

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