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08.03.2016

18:04 Uhr

Neuemission

VAT plant ersten Schweizer Börsengang des Jahres

VAT soll laut Insidern bis zu 1,6 Milliarden Franken wert sein, umgerechnet etwa 1,5 Milliarden Euro. Nun will der Vakuumventile-Hersteller an die Börse gehen. Es wäre der erste Börsengang des Jahres in der Schweiz.

Der VAT-Börsengang könnte in vier bis fünf Wochen über die Bühne gehen, sagte ein mit der Transaktion vertrauter Insider. Reuters

Die Schweizer Börse in Zürich

Der VAT-Börsengang könnte in vier bis fünf Wochen über die Bühne gehen, sagte ein mit der Transaktion vertrauter Insider.

ZürichIn der Schweiz nimmt der erste Börsengang des Jahres konkrete Züge an. Der Vakuumventile-Hersteller VAT strebt im kommenden halbe Jahr an die Schweizer Börse. Sollte es das Marktumfeld erlauben, wollen die beiden Finanzinvestoren Capvis und Partners Group ihre Anteile an andere Investoren veräußern, wie VAT am Dienstag mitteilte.

Eine mit der Sache vertraute Person veranschlagt den Unternehmenswert von VAT auf 1,1 bis 1,6 Milliarden Franken (1,0 bis 1,5 Milliarden Euro). Der Börsengang könnte in vier bis fünf Wochen über die Bühne gehen, sagte der mit der Transaktion vertraute Insider der Nachrichtenagentur Reuters. „Entscheidend ist, dass sich die Stimmung an den Märkten nicht wieder deutlich eintrübt.“

Die Anleger seien vorsichtiger geworden, in Europa sei die Pipeline für Initial Public Offerings (IPO) deutlich weniger voll als im vergangenen Jahr. Vor Ostern sei keine Entscheidung zu erwarten. „Es ist sicher kein schlechtes Umfeld, aber es ist auch kein perfektes Umfeld“, sagte eine mit den Börsenplänen vertraute Person aus dem Umfeld von VAT.

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VAT gehört seit rund zwei Jahren den beiden Finanzinvestoren. Die Firma mit Sitz in Haag im Kanton St. Gallen beschäftigt weltweit rund 1200 Menschen und erzielte im vergangenen Jahr 411 Millionen Franken Umsatz – 13 Prozent mehr als im Jahr davor. Die von VAT hergestellten Vakuumventile werden in Anlagen zur Herstellung von Halbleitern, Flachbildschirmen und Photovoltaik-Panelen eingesetzt.

VAT ist mit einem Marktanteil von rund 41 Prozent rund acht mal größer als die Nummer zwei in diesem Bereich, der US-Konzern MKS Instruments. Der rund 1,4 Milliarden Dollar schwere Ventil-Markt wächst jährlich gut sechs Prozent. Bekannte Firmen im Bereich Vakuumtechnik sind unter anderem auch die Schweizer Inficon und die deutsche Pfeiffer Vakcuum.

Reuters hatte bereits zu Jahresbeginn erfahren, dass Capvis und Partners Group VAT für bis zu 1,5 Milliarden Franken verkaufen wollen. Der Börsengang liegt in den Händen von Credit Suisse und UBS. Mit an Bord sind auch JP Morgan, die Bank Vontobel und Berenberg.

Von

rtr

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