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27.01.2010

11:50 Uhr

Neuemissionen

London hofft auf Rückkehr der Börsengänge

VonMichael Maisch

2010 haben bereits einige große Kandidaten den Sprung aufs Parkett angekündigt. London bleibt eine Adresse für Platzierungen aus Russland. Private-Equity-Firmen könnten für eine Belebung des Marktes sorgen.

2009 war für die Londoner Börse das schwächste Jahr seit 1994 ap

2009 war für die Londoner Börse das schwächste Jahr seit 1994

LONDON. Nach einem Jahr der Dürre setzt die Londoner City 2010 auf eine kräftige Belebung des Markts für Neuemissionen. Für die kommenden Monate haben sich bereits eine Reihe von Schwergewichten angekündigt.

Erst vor wenigen Tagen hat Metalloinvest, der größte russische Eisenerzförderer, seine Börsenpläne wiederbelebt. Das Unternehmen, das zur Hälfte dem usbekischen Milliardär Alisher Usmanov gehört, strebt an die Londoner Börse. Experten beziffern den Marktwert des Rohstoffkonzerns auf bis zu 20 Mrd. Dollar. Das Mandat für die Platzierung haben nach Informationen aus Finanzkreisen die Deutsche Bank und Credit Suisse erhalten.

Metalloinvest wollte ursprünglich bereits 2008 an die Börse, musste seine Pläne aber wegen der Finanzkrise absagen. Damals wollte der Konzern bis zu 25 Prozent seiner Anteile an den Markt bringen.

2009 war für die erfolgsverwöhnte Londoner Börse das schwächste Jahr für Neuemissionen seit 1994. Lediglich neun Kandidaten wagten den Sprung auf das Börsenparkett und sammelten dabei weniger als eine Mrd. Pfund ein.

Ein weiterer Rückschlag für die City war die Absage des russischen Aluminiumkonzerns Rusal, der seinen 2,2 Mrd. Euro schweren Börsengang lieber in Hongkong als in London über die Bühne bringen wollte. Die Entscheidung von Rusal nährte Spekulationen, dass London nach dem Ende der Finanzkrise für große Börsenkandidaten aus den Emerging Markets – und speziell aus Russland – an Attraktivität verliert.

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