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05.12.2013

13:45 Uhr

Neuemissionen

Portugiesische Post feiert gutes Börsendebüt

Es ist die erste Erfolgsgeschichte an der Börse für Portugal seit der Krise: Immerhin 580 Millionen Euro spült die Privatisierung des portugiesischen Postunternehmens CIT in die Staatskassen. Doch es ist nur ein Anfang.

Mit dem Privatisierungsprogramm will Portugal die Auflagen der Geldgeber erfüllen, die das Land 2011 vor dem Bankrott retteten ap

Mit dem Privatisierungsprogramm will Portugal die Auflagen der Geldgeber erfüllen, die das Land 2011 vor dem Bankrott retteten

LissabonDas portugiesische Postunternehmen CTT hat bei seinem Börsendebüt mit einem Kursplus gepunktet. Die Aktie des zu 70 Prozent privatisierten Unternehmens schnellte am Donnerstag in Lissabon zu Handelsbeginn um sieben Prozent auf 5,90 Euro in die Höhe. Der Emissionspreis lag mit 5,52 Euro bereits am oberen Ende der Spanne.

Die Privatisierung von CTT – Correios de Portugal SA – spült knapp 580 Millionen Euro in die Kassen des Euro-Krisenlandes. Es handelte sich um das erste Börsendebüt in Portugal seit mehr als fünf Jahren. 2008 hatte der Stromriese EDP seine Sparte für die erneuerbaren Energien an die Börse gebracht.

„Die Privatisierung war ein enormer Erfolg. Der größte Teil der Nachfrage kam aus dem Ausland. Das ist ein Zeichen von Vertrauen“, erklärte der zuständige Staatssekretär für Kommunikationen und Infrastrukturen, Sérgio Montero. Zahlen wollte er nicht nennen, aber die Onlineausgabe der Zeitung „Expresso“ berichtete unter Berufung auf die Regierung, 70 Prozent der Aktien seien ins Ausland gegangen.

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Bei der Privatisierung soll die Belegschaft bis zu fünf Prozent der Aktien zu einem Sonderpreis von 5,24 Euro erhalten. 30 Prozent der Anteile an CTT behält der Staat.

Mit Kundgebungen und Streiks hatten die Beschäftigten der Post mehrfach gegen die Pläne protestiert und den Umstrukturierungsprozess angeprangert, der bislang zur Schließung von mehr als 100 Filialen führte. Die Zahl der Mitarbeiter schrumpfte zwischen Mitte 2012 und Mitte 2013 um 939 auf 13 156. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Gewinn leicht auf 31,6 Millionen Euro.

Mit dem Privatisierungsprogramm will Portugal die Auflagen der Geldgeber erfüllen, die das Land 2011 mit einem 78 Milliarden schweren Hilfspaket vor dem Bankrott retteten. Bisher trennte man sich von Anteilen am Stromriesen EDP, am Energieversorger REN sowie an der Flughafenverwaltungsbehörde ANA. Daraus flossen rund 6,5 Milliarden Euro in die Staatskassen. Das Mindestziel von 5,5 Milliarden ist längst übertroffen. Zur Privatisierung stehen unter anderem auch noch die Airline TAP, Teile der Wasserbetriebe Aguas de Portugal sowie Schiffswerften im Norden des Landes an.

Von

dpa

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