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27.11.2011

23:52 Uhr

Neuemissionen

Wieder mehr Börsengänge in den USA

Im zweiten Halbjahr 2011 haben relativ wenige Unternehmen in den USA den Börsensprung gewagt. Im November haben mehr als ein Dutzend Firmen, darunter die Schnäppchen-Website Groupon, den Sprung aufs Parkett geschafft.

Seit Juli waren in den USA wenige Neuemissionen zu verzeichnen. Im November zeigte der Trend wieder nach oben. AFP

Seit Juli waren in den USA wenige Neuemissionen zu verzeichnen. Im November zeigte der Trend wieder nach oben.

New York Wenn es an der Börse turbulent zugeht, wagen nur wenige US-Unternehmen den Sprung an die Börse. Darum waren seit Juli auch in den USA  nur wenige Neuemissionen zu verzeichnen. Im November zeigte der Trend allerdings wieder nach oben: Ingesamt gingen 13 Unternehmen in den Handel, berichtet das „Wall Street Journal“. Für einen typischen November ist diese Zahl aber immer noch gering. Im vergangenen Jahr gab es im November 18 Börsengänge, 2007 wagten sogar 30 Firmen den Schritt an die Börse.

Zu den Börsenneulingen des Novembers gehören unter anderem die Schnäppchen-Website Groupon und das Verbraucher-Portal Angie’s List. Besonders beim Groupon-Börsengang wurden die Erwartungen der Anleger allerdings enttäuscht. Groupons Börsengang am 4. November war gefeiert worden und die Firma erlöste mit dem Börsengang rund 700 Millionen Dollar.

Doch der Aktienpreis von Groupon lag bei Börsenschluss am Freitag bei 16,75 Dollar, und damit unter dem Ausgabepreis von 20 Dollar. Zwar sei es nicht ungewöhnlich, dass bei Börsengängen der Kurs anfangs nachgebe, sagen Analysten.

Das größte Problem für Groupon sei die Konkurrenz Living Social. Mit Unterstützung von Amazon, sowie mehreren Venture-Capital-Firmen könnte sich die Firma zu einem ernsthaften Konkurrenten entwickeln. In China wächst mit Lashou ein weiterer Konkurrent im Online-Vertrieb von Rabatt-Coupons heran.

ZDNet, eine Internet-Fachzeitschrift, befürchtet bereits, dass der Preisabsturz von Groupon einen Schatten über die Neuemissionen anderer Internet- und Technologie-Firmen werfen könnte.

Zu den weiteren Hoffnungsträgern unter den Neuemissionen zählte die Biotech-Branche mit Rentech Nitrogen Partners, einem Biosprit-Hersteller, der auf ein Wachstum bei Düngemitteln setzt, sowie die biopharmazeutischen Firmen Clovis Oncology und NewLink Genetics. Beide Firmen streben die Weiterentwicklung ihrer Krebsmedikamente an.

Aus der Energiebranche kommen Erdgas-Produzent Chesapeake Energy, die Öl-Raffinerie PBF-Energy und Öl-Plattformbauer Pacific Drilling. Das Börsenfachblatt Platts weist auf die 4.4 Milliarden Dollar an Investitionen, die Pacific Drilling seit ihrer Gründung 2006 geleistet habe. 

Zudem wagten der Matratzen-Vetrieb Mattress Firm Holding, sowie die Chemie-Firma BioAmber den Sprung aufs Parkett.
 

 

Von

vm

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